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Bauwerke hatte, besuchte indeß die kleine Dorfkirche, und erlaubte mir, ihn zu begleiten. Außer einem seltenen Grab- monumcnte zog jedoch dort nichts seine Aufmerksamkeit an, und er zeigte mir eben den prächtig vergoldeten Sarko­phag, über welchem allerlei Kriegs-Trophäen und große Fahnen aufgehangen waren, und dessen Inschrift anzeigte, daß hier ein Graf Ertmann, der Letzte der Promnitze, be­graben liege, als der Küster herzu kam, um u»S über dies Grabmal ein wunderbares Gerücht zu erzählen. Dieser Graf Erdmann, sagte er, sei 1704 als Rittmeister in einem Treffen gegen die Schweden bei Posen geblieben; er solle ein überaus jähzorniger Herr gewesen sein und nicht den leisesten Widerspruch vertragen haben. Mit unerbittlicher Strenge habe er in jeder Weise seinen Willen durchzusetzen gewußt, und seine künftigen Unterthanen hatten gezittert vor der Stunde, wo der Rittmeister den Kriegsdienst ver­lassen und seine reichen Besitzungen übernehmen werde.

Des Grafen Mutter, eine sehr fromme, edle Frau, habe bis dahin die Güter verwaltet; aber weder die Bitten noch der Kummer seiner Mutter hätten das wilde, trotzige Gemüth Erdmann's zu mildern vermocht. Im Gegentheil, daS wüste Kriegsleben habe ihn nur immer härter und un­beugsamer gemacht.