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er hatte unter der Gewalt, unter dem Recht des Stärkeren gelitten, wie er früher Andere hatte leiden lassen, und geduldig nahm er die harte Strafe hin. Er erzählte auch dem heimkehrenden Lehrer mit aller Offenheit, wie die Neigung, Andre nach seinem Willen zu leiten, ihn verlockt habe, sich in das harmlose Spiel jener Bauerknaben zu mischen, und wie er selbst den störrischen Toffel durch Heftigkeit und befehlshabcrischeS Wesen gereizt habe.
Herr Ubcrt benutzte diese Selbstanklage Theobald's, um ihm die ernsthaftesten Vorstellungen zu machen, aber er that es in so milder, freundlicher Weise, daß der Knabe das herzlichste Zutrauen zu ihm faßte, und bald mit eben so großer Liebe an dem ernsten, strengen Lehrer hing, als er sich bisher vor ihm gefürchtet hatte. Auch seine kleinen Kameraden gewann er von Herzen lieb, da sie mit treuer Sorgfalt ihn Pflegten, ihn auf jede Weise zu unterhalten, zu zerstreuen suchten. Sie lasen ihm vor oder erzählten ihm, und nicht selten vergaß Theobald gerade dabei die großen Schmerzen, die ihm sein Arm verursachte. Er wunderte sich oft im Stillen, daß die Erzählungen, die sie ihm vorlasen, gerade immer für ihn besonders lehrreich waren, aber er wußte freilich nicht, daß Herr Ubcrt auch hier die Hand im Spiele hatte. In kurzer Zeit war Theobald wie

