sprechen ihrer Mutter nicht vergessen: die Puppe und das Spielzeug. Mit Ungeduld erwarteten sie dessen Erfüllung; die Aussicht, so beschenkt zu werden, war für Beide mit ein Sporn geworden, sich recht tadellos zu betragen und recht fleißig zu seyn.
Beide Kinder wagten es jedoch nicht, die Mutter an ihr Versprechen zu erinnern; ein dunkles Gefühl sagte ihnen, wie dies einen unziemlichen Zweifel verrathen würde, daß die liebe Mutter ihr Wort nicht halten dürfte.
Den Tag vor der Abreise nach der ländlichen Besitzung — es war gerade Jahrmarkt in der Stadt — sprach Frau von Teschendorf zu ihren Töchtern:
„Zieht Euch die Handschuh an, nehmet Eure Shawls um. Ihr sollt mit mir auf den Markt gehen."
Eine süße Ahnung blitzte durch die Seele der Kinder, und mit freudiger Hast befolgten sie den Befehl der Mutter.

