Auguste benutzte aber diese Gelegenheit, ihrer Pflegebefohlenen zu sagen:
„Es ist zwar zu loben, wenn man in seinem Anzug und Putz Einfachheit liebt, aber um Andern diesen Geschmack einzuflößen, muß man sie nicht demüthigen, kränken, und ihnen Scham- röthe zuziehen, indem man ihnen ihre Schwäche mit Bitterkeit vorrückt."
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„Sieh einmal die Kleine hier, die mein Töch- terchen vorstellt. Ist sie nicht hübsch?"
Sehr hübsch! versetzte Marie, und den Putz musternd, setzte sie hinzu: ein wunderschönes Kleid; o, wenn ich doch nur eines hätte, das halb so schön wäre.
„An Deiner Stelle," hörte man die Puppe sprechen: „würde ich mir keinen bessern Anzug wünschen, als den, den Du trägst. Meine Erzieherin hat mir oft gesagt, man soll nicht eitel seyn und nichts wünschen, was über unsern Stand ist."
Die arme Marie sah nun ein, daß sie unrecht gethan, einen solchen Wunsch zu äußern.

