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„Zur Arbeit wird der Mensch geboren,
Die Trägheit und der Müßiggang Macht ihn an Leib und Seele krank.
Wer so das Köstlichste verloren,
Die Zeit, raubt sich das süße Glück,
Das Thätigkeit allein gewähret.
Umsonst voll Reu' er sie beschwöret,
Entflohen, kehrt sie nie zurück;
Des Thät'gen Kraftgefühl muß er entbehren, Das sein Gemüth im Schmerz erhebt;
Je mehr man nützt, je mehr hat man gelebt." kündigte sie ihr Verzeihung an.
Diesmal hatte Augusten's Verfahren sehr heilsame Folgen; von diesem Tage an beging Emma nur kleine Fehler. Das schreckliche Wort Faulenzerin mit großen Buchstaben vor der Stirn schwebte ihr immer vor, wenn sie einmal auf einen bösen Gedanken kam; sie fürchtete, daß eine ähnliche Strafe mit der Bezeichnung dessen, was sie verbrochen, erfolgen würde. Das hielt sie von vielen Verirrungen zurück.

