dcrlicblichcS Kind sah Aennchen! ES mochte wohl grade in ihrem Aller sein oder vielleicht auch ein Iähr- chcn oder zweie darüber. Die Kleine hatte lange gold­gelbe Löckchcn, die auf das silberweiße Kleidchen herab­fielen, welche« so dünn und leicht war, als wenn c« aus lauter Lust gewebt wär'. Auf dem Kopf aber trug sie einen schonen Kran; von vollen Mohnblumen. Nun stieg sie herab von dem purpurnen Vogel und setzte sich grade vor Aennchen hin und sagte freundlich mit einer hellen lieben Kinderstimme: Nun da bin ich!

Dem Aennchen pochte das Her; noch einmal so laut, sie wußte gar nicht, was sie darauf sagen sollte, denn daß sie die Fremde gleich nach dem Namen ge> fragt hätte, dazu war sie ein zu gut erzogener Kind;

Kaum traute Anna ihren Augen, wie sie da« Al­ler erblickte, und an einen Traum konnte sie gar nicht denken, denn sie hatte sich ja eben noch den Schlaf recht aus den Acuglcin gewischt.

Noch wunderbarer aber war es, was der Vogel auf seinem Rücken trug, ach wie ein lieblicher, wun-