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Die Butterblume gebot aber endlich Ruhe, weil die Lilie dem Brautpaar auch noch etwa« sagen wollte. Da wurden alle gleich still und die Lilie trat vor und sprach recht ernst und beweglich:
Jugendzeit, o schöne Zeit,
Alle Stimmen klingen weit Von der Erde Herrlichkeit;
Jugendzeit, o schöne Zeit!
Aber denkt in Demuth fein Gott gab Leben, Licht und Schein,
Und laßt euer» Bund anch sein Wie mein Kleid so licht und rein!
Da wurde dab Brautpaar so gerührt, daß c« kein Wort dazu sagen konnte, und Allen drückten wohl die Thränen in den Augen. Die Lilie gab drauf noch gar nützliche Ermahnungen für die Zukunft, die wohl gute Frucht getragen haben mögen, wenn sie nur befolgt worden sind und nicht In den Wind geschlagen, wie c« die leichtsinnige Jugend wohl thut, wenn gleich im Augenblick die besten Entschlüsse gefaßt und mit Thränen alle dösen Untugenden verschworen werden.

