tie wehrte ihm die Fliegen von Gesicht und Händen und die Muhme setzte sich ihre Brille auf und griff nach dem alten Gesangbuch, in welchem sie Morgens und Abends ein frommes Lied still für sich las.

Nun war cS schon zwei Tage, daß der kleine Fried­licb krank war und cS wollte durchaus nicht bester mit ihm werden. Alles war die Muhme wußte, hatte sie versucht, heilsame Tränklcin aus Kräutern, die schon Manchem geholfen hatten, aber dem Friedlicb halfen sie nicht, und die Muhme war sehr betrübt darüber, denn ihre Kunst war nun zu Ende. Marie weinte Tag und Nacht; die Schwalbe, der Hahn und der Hund

-Ȁ 89

nicht trauen, 'S ist besser, daß ich Dich todt schlage, eh Du mir auch die Hühner erwürgst.

Nun griff der Müller rasch nach einem Prügel, und eh noch der Fuchs, der ganz erschrocken war, entwischen konnte, hatte er ihn todtgcschlagen. So war der Fuchs gleichfalls zu seinem Lohn gekommen.

Der kleine Friedlicb war im Einschlummern, Ma-