Das unverständige Mädchen, da sie von einer andern Hcirath, als der mit dem jungen Menschen hörte, gebchrdetc sich recht wie ein störrisches, ungezogener Kind, und schrie, daß sie Lieber sterben wolle, als ihrem rechten einzigen Bräutigam untreu werden. Der Vater war sehr ärgerlich darüber, und ich redete ihm zu, den väterlichen Willen mit Gewalt durchzusetzen. Was geschah? den Tag vor der Hochzeit fand man das Mäd- chcn todt in ihrem Bette. Ob sie selbst sich dar Leben genommen oder auch ihr ganz ungcmäßigtcr, thörichter Schmerz sie getödtct hatte, weiß ich nicht; gegen mich aber faßten von diesem Augenblicke an der Vater, wie der Getrcidcmäklcr, einen grimmigen Haß und verfolg- ten mich mit ihren Vorwürfen, wo sie nur konnten.
Ich kümmerte mich indeß um die Drohungen und borhaftcn Reden dieser undankbaren Menschen sehr wenig. Obschvn dar Ganze ein so böser Ende genommen hatte, ließ sich doch meinem Rathschläge gewiß nichts vorwerfen; konnte ich denn voraurschn, daß dar Mädchen sich so widerspenstig gegen ihr wahrer Glück bezci-

