Das Mißverständniß zieht die Liebe fester.

Horch! regte sich's nicht dort?

(Lilli tritt halb in die Stjfir.)

geschwind!

<Sie öffnet den Bändel, nimmt einen wo möglich etwas abge­tragenen Mantel und ein Tuch heraus, hüllt sich in Bei­des, und stützt sich, wie alt und schwach, auf Kasxers Stock.,

Geschwind den Mantel um, dort kommt ein lie­bes Kind,

Vielleicht ist's auch der guten Sidonie?

Gewiß! es sieht so freundlich aus, wie sie.

O Gott, wie schlägt mein Herz, mich ihm zu nah'».' ldie Hand auf die Brust,

Still, still mein Herz still, folge deinem Plan.

Dritte Scene.

Lilli, die Tante.

Lilli (das Blumenstrüuschen, welches sie in der Hand halt, betrachtend, in der andern Hand trügt sie ein leeres Körbchen,.

Blümchen, Blümchen, ihr lieben Kleinen,

Sagt es ihr, wie gut wir's meinen!

Sagt's ihr chch umsehend, doch ach, ich sehe

Keine hier,

Was fang' ich an? (weinerlich, gewiß nun geben mir Die Ander» Schuld, ich hätte nichts gethan!

(Indem sie herumspüh't, kommt sie zur Tante, welche auf der Bank sitzt und gerührt nach dem Kinde fleht.,

Grüß Gott, alt Mütterchen! Was siehst Du mich

so an?

Tante.

O Du gefällst mir sehr.

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