263
Ludwig.
Das ist zu unsrem Ekel und Werdrusse Schon vielmal g'rad so dagewesen —
Heinrich der IV.
Hat Antoine nichts Neues ausgelesen?
Ludwig.
Ach, der — denkt nur an seine alte Zeit —
H einrich der IV.
Ihr armen Kinder! O, das ist mir herzlich leid,
Euch nicht vergnügt zu seh'n! — Ich mag so gern
erfreu'»!
Dem letzten Unterthan sein Huhn in Kochtopf legen —
Wie sollt' ich meinen Kindern nicht-
Ludwig.
das nenn' ich allerwege»
Die rechte Lust, kann And'rer Glück man bau'» — D'rum möcht' ich jetzt schon König sein!
Heinrich der IV. (sanft drohend,.
Ei, und das sagt der Dauphin mir? —
Ludwig.
Verstehst Du wohl, Papa — nur nebe» Dir —
Ich wollt' doch — möchtest Du das Scepter mir
vertrauen, —
Nur einen Tag — nur einen halben sehen, ,
Ob man dann keine Langeweile hat. —
Heinrich der IV. (nachdem er ein wenig nachgesonnen hat, lächelnd,.
Wohlan, es sei also! — Es mag geschehen, — Regier' ein Stündchen jetzt an meiner Statt.

