ihm doch nie ein, solch ein Lhierlein naher zu betrachten und zu sehen, wie wunderbar es gebaut ist und wie das Farbenspiel seines kleinen Leibes schillert. Mancher Junge fangt wohl auch ein solches Käferlein und treibt sein Spiel mit ihm, und es kommt ihm doch nie in den Sinn, einen Erwachsenen, der's wissen kann, zu fragen, woher diese Thiere auf einmal kommen und wohin sie so schnell wieder fortfliegen. Damit aber ein solcher, wenn der Frühling wiederkehrt, sich nicht vergeblich von den Maikäfern vor- brummen lasse und sich nicht vor sich selbst zu schämen habe, daß er nichts weiter von ihnen weiß, als ihren Namen: so will ich ihm Einiges von ihnen erzählen, und wenn er dann voll Erstaunen sagt, daß er das nicht gedacht hätte, so mag ihm das im nächsten Frühjahre wieder einfallen, und er soll sich dann ein Maikäserlein fangen und es recht genau betrachten und zusehen, ob er nicht noch mehr an ihm finden wird, als was ich ihm hier erzählt habe.
Wenn die Bögel ihre Eier legen wollen, so bauen sie sich Nester und füttern sie so zart aus, daß durch die Wärme das Junge im Ei wachsen kann und endlich das Ei zersprengt und hervorkommt; und dann liegen die kleinen, nackten Lhierlein auch gleich warm und gedeihen auf diese Weise und werden groß, bis

