der Himmel erhörte ihre Wünsche nicht.
Da beteten sie einst auch Abends von ganzer Seele, mit thränenden Augen zum Himmel, und schliefen darüber ein. In der Nacht war ein schweres Gewitter, es donnerte und blitzte, und einmal fuhr ein heller Glanz durch die Schlafkammer. Am andern Morgen war das schönste Wetter; ein kühler Wind wehte durch das offne Fenster, und die gute Töpferin lag in einem süßen Traum, als sitze sie mit ihrem Manne unter einem schönen Mirthenbaum. Da säuselte das Laub um sie und sie erwachte, und siehe da!
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Das Mirthenfräulein.
Im sandigen Lande, wo nicht viel Grünes wächst, wohnten einige Meilen von der porzellanenen Hauptstadt, wo der Prinz Wetschwuth herrschte, ein Töpfer und seine Frau mitten auf ihrem Thonfeld neben ihrem Töpferofen, ohne Kinder, einsam und allein. Das Land war ringsum so flach wie ein See, kein Baum und kein Busch war zu sehen, und es war gar betrübt und langweilig. Täglich beteten die guten Leute zum Himmel, er möge ihnen doch ein Kind bescheeren, damit sie eine Unterhaltung hätten, aber

