bäum mit ihren Thränen, und das ganze Land ward bestürzt und traurig.
Unter solchen Schmerzen pflegten und warteten der Prinz und der Töpfer nebst seiner Frau den kranken Mirthenbaum auf's Zärtlichste, und er begann wieder Zweige zu treiben, worüber sie sehr erfreut wurden, und er war schon wieder ganz hergestellt, nur fehlten ihm an dem Wipfel einige Blatter und an einem seiner beiden Hauptastc die äußersten fünf Sprossen, und an dem andern vier, neben welchen der fünfte zu keimen anfing. Diesen fünften Sproß beobachtete der Prinz alle Tage, und wie entzückt war er nicht, als er eines Morgens diesen Sproß ganz erwachsen und den Ring, den er dem Mirthenfraulcin gegeben, an demselben wie an einem Finger befestigt sah. Sein Entzücken war unbeschreiblich, denn er glaubte nun, das Mirthenfraulein müsse noch leben.
In der nächsten Nacht saß er mit dem Töpfer und der Töpferin bei dem Baum, und flehten die Wirthe so zärtlich um ein Lebenszeichen an, daß der Baum endlich zu säuseln begann und folgende Worte sang:
Habt Erbarmen!
An zwei Armen
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