Bewahre Gott! zwar ist sie ärmer,
Als eine in dem Orte hier,
Allein ihr Herz schlägt zarter, wärmer.
Als eines nur, das glaube mir.
Nettchen.
Wer aber ist bei dieser Waise,
Da man die Eltern ins Grab gelegt? —
Auguste.
Die alte Großmutter schleicht noch leise Zm Leben umher, von ihr gepstcgt.
Horch nur! Jüngst war ich hingegangen,
Die Mutter schickt ihr ein Gericht;
Da sah ich Thränen auf ihren Wangen,
Allein die Ursach gestand sie nicht.
Ich drang in sie, ich wollt's erfahren,
Da führt sie weinend mich und sacht Zum Wcbcrstuhl, und sieh, da waren Blau weiße Faden aufgebracht.
.„Das sollt' mein Weihnachtsröckchcn werden, „Der Vater webte fleißig dran; —
„Jetzt aber schläft er in der Erden,
„Und auch die Mutter, die es spann.
„Ach, alle Kinder schaun mit Freuden „Zum Heilgen Christ, wie sonst auch ich! „Jetzt sitz' ich hier in Gram und Leiden,

