O liebt euch immer! Hannchen, nahe Auch dich, und schaut auf Nettchen hin,

Daß ich die Hoffnung noch empfahe:

Ihr Beispiel leite Euren Sinn. ;

Gönnt meinem Alter auch die Freude,

Die Nettchen ihrer Mutter giebt;

Daß keine Mutter ich beneide,

Und einst mit dem Bewußtseyn scheide,

Daß ihr, wie sie, die Tugend liebt.

Nettchen hastig.

Es ist zu viel! ach, mit Vergnügen Stürb' ich, macht Freundschaft mir's zur Pflicht;

Doch eine Mutter zu belügen,

Und sie um Wonne zu betrügen, )

Das billigt selbst die Freundschaft nicht!

Du sollst mir's länger nicht verwehren!

Auguste.

Ich halte dich ja fest umfangen,

Zu sehn, wie treu die Freundschaft schweigt.

Nettchen.

Doch mußt du nicht zu viel verlangen;

Fast ist der Muth mir ausgegangen,

Weil'S über meine Kräfte steigt!

M. Sturm tritt zu ihnen.