„ 8icbe alte Mutter, weint nur nicht mehr, ich „kann Euch ja nichts weiter geben, alc mein Bnt- „terbrodt und dieses Töpfchcn voll Erdbeeren!" — sagte der kleine Ernst; aber die Alte wollte nicht aufhören zu heulen, und zeigte zitternd auf ihre halbnackten knöchernen Schultern, die kaum von Lumpen bedeckt waren, bis der arme Zunge, in der Singst seines Herzens, denn er konnte Niemanden weinen sehen, endlich sich sein Halstuch abband, und es ihr, selbst weinend, um die Schultern hing. — Da wurde sie denn wieder beruhigt, reichte ihm die langfingrichte dürre Hand, verzog ihr Gesicht zum Grinsen, und sagte mit einer heiser» Stimme: „Ich danke dir, mein Kleiner, und werde dir's ge- „ denken! Dein Tüchelchen ist in guten Händen; „ich werde mich auch abfinden zu seiner Zeit!" und damit hinkte sie, auf ihre Krücke gestützt, waldein- wärts und verschwand im Gebüsch. — Ernst sah ihr lange nach; aber in die Freude, das alte Weib beruhigt zu haben, mischte sich bald ein Gefühl von
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