hingegen schien zwar viel sanfter und wohlgezogner, allein er war es nur vor den Augen der Menschen; versteckt und lügenhaft suchte er seine Streiche immer zu verbergen oder auf Andere zu schieben, war neidisch und verläumdete, wo er konnte. Die Affenliebe seiner Mutter, die selbst eine böse Frau war, hatte ihn verzogen, und manche Anlage zum Guten in ihm unterdrückt. Da sie jetzt nun ganz das Regiment im Hause führte, und der betrübte Vater sich wenig um das Hauswesen bekümmerte, sondern nur seinem Kummer still nachhing, so waren Ernst und Florentinchen ganz der Tante Eva überlassen, und mußten viel von ihr und ihrem lieben Fritz leiden, indem alle dummen Streiche, die dieser beging, mit der Strafe dafür auf sie geschoben wurden. Weil nun Fritz viel zu bequem war, um mit Ernsten in den Wald nach Erdbeeren zu gehen, welche der Vater und vorzüglich die Tante sehr gern genossen, so mußte letzterer, auf geheimen Befehl der Tante Eva, den Weg allein machen, um für die ganze Familie die Erdbeeren zur Abendmahlzeit zu holen; und da hatte er denn, als sein Töpfchen schon voll gewesen war, und er nach Hause gehen wolle», die alte weinende Frau im Walde gefunden, der er aus herzlichem Mitleid alles gegeben, was wir bereits gehört haben.
Tante Eva war außer sich, als sie den Knaben
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endlicher Liebe, und war fleißig und gehorsam. Fritz

