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Horch! mit lieblichen Tönen weckt Seraphine ihre Mutter. Ach! wo schlummerst du, daß auch wir dich erwecken? — Oder dringt kein Ton der Liebe mehr zu deinem stillen Lager?
Moritz ist vor dem Bilde auf die Kniee gesunken, und hält weinend die Hände vor'» Gesicht. Wilhelmine trocknet sich auch die Augen, dann fährt sie fort, indem sie Moritzen aufhebt.
Die Musik schweigt.
Bruder! soll es denn nur bei dieser Sehnsucht bleiben? Wollen wir nicht diesen Tag würdiger begehen?
M o r i tz.
Ach! wie denn, Schwester? Wir armen Kinder können ja nur für unsere Eltern beten. Wir find vielleicht schon Waisen.
Wilhelmine.
Nein, Moritz! Gott behüte, das; du wahr sprichst! Nein, wir sind noch keine Waisen! Es kann noch ein herrlicher Tag für uns aufgehen, der uns die Eltern wieder schenkt; aber daß wir hier müßig stehen und klagen, das kränkt mich, Bruder.
Moritz.
Müßig stehen ? wie meinst du das ? was können wir denn thun?
Wilhelmine.
Leben wir nicht hier bei unsern Anverwandten

