sie gab ihm wieder zu essen und zu trinken und hieß ihn unter die Bettstelle kriechen mit samt seinem Vogel, damit ihn der Alte nicht sähe. Dies that er alsbald, nachdem er gegessen und getrunken hatte; der Alte kam nach Hause und klagte, daß er sich krank fühle, daß es nicht mehr mit ihm fortwolle — das machte, weil sein Herzvogel gefangen war. Das hörte der Bräutigam unter dem Bette und dachte, der Alte hat dir zwar nichts Böses gethan, aber er hat deine Brüder und ihre Bräute verzaubert, und deine Braut hat er für sich behalten, das ist des Bösen nicht zu tvenig, und da kneipte er den Vogel, und da wimmerte der Alte: „Ach es kneipt mich! Ach, der Tod kneipt mich, Kind — ich sterbe!" Und fiel vom Stuhl und war ohnmächtig, und ehe sich's der Jüngling versah, hatte er den Vogel totgekneipt, und da war es aus mit dem Alten. Nun kroch er hervor, und die Braut nahm den weißen Stab, wie ihr der Alte gelehrt hatte, und schlug damit an die zwölf grauen Steine, siehe, da wurden sie wieder die sechs Brüder und die sechs Schwestern, das war eine Freude und ein Umarmen und Herzen und Küssen, und der alte Mann war und blieb todt, konnt' ihn keine Meister- wurz wieder lebendig machen, wenn sie ihn auch hätten lebendig haben wollen. Da zogen sie alle miteinander fort und hielten Hochzeit miteinander und lebten gut und glücklich miteinander lange Jahre.

