trug auch so ein wohlausgefüttertes und geblechtes Wams. und keiner mochte den andern leiden, weil keiner dem andern nachstand. Und haßten und bekriegten einander schon zehn Jahre. Auf jedem Kirchweihtage. wo sie hin­kamen. gerieten sie an einander und fochten gegen einander mit Worten und Waffen; es konnte aber ihrer keiner dem andern was anhaben, und waren zwei gar gefürchtete Kampfhelden. Der eine Müller hatte einen Sohn. der andere eine Tochter, welche beide einander so sehr liebten, als die Väter einander haßten, darüber wurde der Zwie­spalt noch größer, bis endlich gute und einsichtsvolle Freunde sich ins Mittel schlugen und beiden Müllern rieten, gute Freunde zu werden und ihre Kinder mit ein­ander zu verheiraten

einst in einem Schimpfspiel, wo ein Kämpfer einen Apfel, der andere eine Birne an der Spitze seiner Klinge geführt, und sich ein großer Lärm erhob, dermaßen in den Haufen mitten hinein geschlagen, wie ein Hagelschauer in das Ge­treide. so daß er vielen Bauern viel Leids gebracht. Aber da war ihm ein Gegner entgegengetreten, stark und kräftig, der führte einen Hauptstreich nach dem Müller, daß seine Blechhaube gleich zu Boden fiel. und meinten alle. die das sahen, der Kopf wäre mit vom Rumpfe geflogen; der kugelrunde Kämpe hatte aber. wie sein Gegner ausholte, seinen Kopf aus der Haube schnell heraus unter die hohe Halsberge gezogen, und jetzt that er einen Streich nach dem Gegner, der ihm so tief in den Hals schnitt, wie die Sense des Mähers in das Gras. Da fürchteten sich alle vor dem gewaltigen Mann. dem die Thaten, die man von Resten las, nur ein Spaß schienen.

Run aber war ein andrer Müller in der Nachbarschaft, der war eben so stark und groß. eben so kugelrund und