Die drei Federn.
Mann wurde ein Söhnlein geboren; und da der Vater ausging einen Paten zu suchen, der das Kind aus der Taufe hebe, so fand er einen jungen wunderschönen Knaben, gegen den sein Herz gleich voll Liebe wurde. Und als er ihm nun seine Bitte vortrug, war der schöne Knabe gern bereit, mitzugehen und das Kind zu heben und hinterließ ein junges weißes Roß als Patengeschenk. Dieser Knabe ist aber niemand anders gewesen, als Jesus Christus, unser Herr.
Der junge Knabe, welcher in der Taufe den Namen Heinrich empfangen hatte, wuchs zu seines Vaters und seiner Mutter Freude, und wie er die Jünglingsjahre er« reicht hatte, da hielt es ihn nicht mehr daheim, sondern es zog ihn in die Ferne, nach Thaten und Abenteuern. Nahm daher Urlaub von seinen Eltern, setzte sich auf sein gesatteltes Rößlein, das ihm der unbekannte Knabe zum Patengeschenk gegeben, obschon er nicht wußte, wie viel dieses Rößlein wert war, und ritt frisch und fröhlich darauf in die Welt hinein. Da ritt er eines Tages durch einen Wald, und siehe, da lag hart am Wege eine Feder aus

