als sre gegessen hatten sagte die Alte: „Nimm dieHühner- knöchelchen mit dir, du wirst sie gut gebrauchen können." Dann zeigte ihr die Alte den rechten Weg nach dem Winde.
Als die Königstochter bei dem Winde ankam, fand sie ihn auch am Feuer sitzen und sich eine Hühnersuppe kochen, aber auf ihre Frage nach dem weißen Wolf antwortete er ihr: „Liebes Kind, ich habe ihn nicht gesehen, ich bin heute einnral nicht gegangen und wollte mich einmal hübsch ausruhen. Frage die Sonne, die geht alle Tage auf und unter, aber erst mache es wie ich, ruhe dich aus und iß mit mir, kannst hernach auch alle die Hühnerknöchlein mit dir nehmen, wirst sie wohl gut brauchen können."
Als dies geschehen war, ging die Kleine nach der Sonne zu, und es ging da wieder wie beim Winde, die Sonne kochte sich gerade eine Hühnersuppe an sich selbst, daher es damit sehr geschwind ging, hatte auch den weißen Wolf nicht gesehen und lud die Prinzessin zum Mitessen ein. „Du mußt den Mond fragen, denn wahr
drohenden Worte und rannte immer fort, immer weiter, bis sie zum dritten Male die Frage wagte; da warf er sie auf der Stelle von seinem Rücken herunter und rannte davon.
Nun war die arme Prinzessin ganz allein in dem finstern Wald und ging und ging und dachte, endlich werde ich doch einmal zu Leuten kommen. Und endlich kam sie an eine Hütte, da brannte ein Feuerchen, und da saß ein altes Waldmütterchen, das hatte ein Töpfchen am Feuer. Und da fragte die Königstochter: „Mütterchen, hast du den weißen Wolf nicht gesehen?" — „Nein, da mußt du den Wind fragen, der fragt überall herum, aber bleibe erst noch ein wenig hier und iß mit mir. Ich koche hier ein Hühnersüppchen." Das that die Prinzessin, und

