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wählt, beschloß sie, sich in Wernigerode niederzulaffen. Herr Flohr, Wilhelm und ich durften nach Gefallen umherstreifen und schweifen; unser Endziel war der Brocken. Als wir abmarschirten, das war eine Lust! Jeder trug ein kleines Ränzchen aus dem Rücken, einen Stock in der Hand, und Wilhelm überdies seine Blechkapsel, weil er auf die Pflan- zenjagd gehen wollte. Tante Susanne und Marie blickten uns sehnsüchtig nach, Marie sah aus wie ein trauriges Kind, aber Tante! sie sah mich an mit ihren großen Augen und sagte: „O die Berge, die lieben, prächtigen Berge! Wenn die Ferne in Nebel und Dust gehüllt ist, dann denke an mich! Wenn ich solchen Nebelflor erblicke, da fällt mir immer ein, das sei verzauberte Sehnsucht. Siehst Du, am Harz muß man allerlei Hexenglauben haben, und dies ist meiner." Ich sah, daß Tante mit ihren Thränen rang, und das that mir weh. „Tante Susanne," hob ich ganz wehmüthig an, aber sie unterbrach mich sogleich: „Höre, Junker Otto, lasse Dir nie einfallen, alte Leute beklagen zu wollen, und wenn Du die Vogel im Walde singen hörst, so erinnere Dich gelegentlich, daß Du ein Grünschnabel bist." Ich nahm meine Mütze sehr tief ab,

