chen hatte er wohl niemals getrieben. Doch erzählte er uns, wie er einst aus den Bergen um Salzburg auf den schroffsten, kältesten Höhen eine weiße Blume gefunden und gepflückt, deren dicke Blätter wie Parchend anzusehen waren. „So vernachlässigt die Natur keines ihrer Kinder," sagte er, „und giebt jedem ein paffendes Kleid."
Wilhelm fiel auf dem Wege über eine Baumwurzel, was den Fremden sehr belustigte. „Da liegt der Gelehrte!" rief er lachend; Wilhelm sprang jedoch mit einer Gewandtheit empor, die seinen vollen Beifall hatte. „Bravo!" sagte
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Herr Flohr schien mit dem Gespräche nicht ganz zufrieden: „Otto hat Anlagen," sagte er, „die weit führen können."
„Man ist viel, wenn man ein guter Soldat ist," ent- gegnete der Fremde und strich seinen Bart. „Wenn der Bursche unter der Last der Gelehrsamkeit ergraut, so verfehlt er seine Bestimmung. Aber höre, was Du auch erwählen magst, sieh Dich bald nach einem Lebensplan um, keiner soll blind durch die Welt gehen, sondern sich fragen und sagen, wozu er taugen mag."
Wilhelm fuhr fort, Pflanzen zu sammeln, wozu der Fremde freundlich, aber doch fast mitleidig lächelte; derglei

