hinein, wie Elst gesagt; bald erklomm er die höchsten Fet- senspihen, bald ließ er sich in die tiefsten Gründe hinab gleiten. Endlich schien ihm, nun dürfe er ruhen; andächtig schlug er ein Kreuz, nahm die Kappe ab und rief, so laut er verniochte:Herr Berggeist! Herr Berggeist!" Er wollte mehr noch sagen, doch die Worte versagten ihm. Lange rief er so vergeblich, bis plöhlich, wie aus der Erde gewachsen, eine riesige Gestalt vor ihm stand, finster, schauerlich anzu­sehen, eben wie er sich den Geist stets gedacht. Eine tiefe gebieterische Stimme fragte:Was begehrst Du, Bursch'?" Friedli sank in die Knie und stammelte:Hülfe!" Hülfe? Ja, Ihr denkt stets, der Berggeist sei einzig da, Euch in Eurem einfältigen Getreibe behülflich zu sein. Rede frisch heraus, was fehlt Dir?"

Friedli war gar nicht frisch zu Sinne, er faßte sich jedoch und erzählte seine mißglückten Heirathspläne. Der Herr des Berges lachte hell auf:Und was begehrst Du von mir, thörichter Bub'!?

Geld," war Alles, was Friedli hervor zu stammeln vermochte.

So allerlei überlegend, ging er tief, tief ins Gebirge