mit Pomade genommen und völlig verschiniert hatte, über ihr Haar, ihr Gesicht und ihre Kleider. Das kleine Mädchen sah ganz entsetzlich ans, und Mama wußte An­fangs gar nicht, was dabei zu thun sei? Marianne mußte sie lange kämmen, und dann das Haar mit Seife und Branntlvein waschen und mit gewärmten Tüchern abtrocknen.

Tagebuch. 18

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Ich schwieg Anfangs, aber hernach überwand ich mich doch und sagte:Ja, Mama, als die kleine Bertha einmal in der Stadt zu uns kam, und ich nicht mit ihr auf deu Markt gehen mochte, weil sie nicht hübsch angezogen war. Ich besann mich aber bald, imb faßte sie an der Hand, als wir miteinander auf der Gasse gingen. Aber zuerst, Mama, war ich recht hoffährtig, das ist wahr." Mama sah niir ganz tief in die Augen, küßte mich und sagte: Lerne Demuth von dein Herrn, einen besseren Meister kannst Du nimmer haben."

Etwas Komisches haben wir auch erlebt. Die jüngste kleine Pastorentochter, Ina, war letzthin hier, und kramte, während Mama sich ankleidete, in dem Schlafzimmer umher. Da sie sich lange ganz ruhig verhielt, sah Mama sich nach ihr um, und gewahrte nun, daß sie eine ganz volle Kruke