feurige Auge nach einer Lichtung des Waldes am Ufer, wo es mit gespannter Aufmerksamkeit an einer zwischen niederen Gebüschen stehenden, aus Bambus­stäben gezimmerten Hütte haften blieb; eine der kleinen Oeffnungen, die als Fenster dienten, lag gegen die Bucht zu, und ein rothes Tuch, das dort zum Vorschein kam, schien für den Jndier im Kahn ein Zeichen zu sein, daß er das Hans betreten möge.

Der Fischer band schnell sein Schifflein an einen der großen Steine, die halb im Wasser lagen und sprang von einem der Blöcke zum andern, bis er auf dem sandigen, muschelbedeckten Ufer anlangte.

Hassan hielt unter den ersten hohen Palmen an, um nochmals genau nach dem Häuschen zu blicken, das in ziemlicher Entfernung von der Meeres­bucht lag.

Es war eigentlich nur eine Hütte, welche einem reichen englischen Lord gehörte, der auf seinen Jagdzügen sich häufig einige Zeit darin aufhielt. Von hier aus durchstreifte er den dichten tropischen Wald mit seinen Heerden von Affen und Schaaren von Papageien und kehrte meist mit reicher Beute zurück.

Er hieß Lord James Hastings und hatte in der indischen Armee einen hohen Rang eingenommen. Nachdem er den Dienst verlassen, hatte er sich mit seiner Familie in einer kleinen Stadt angesiedelt. Er galt für hochmüthig und streng gegen die Seinen und war hart und grausam gegen Untergebene. Unter seiner zahlreichen Dienerschaft war ein schönes, eingeborenes Mädchen, das den Namen Amina führte, und sich mit Hassan, dem armen Fischer ver­lobt hatte.

Die sanftmüthige Gattin des Lords hatte das Hindumädchen in ihren besonderen Schutz genommen, welchem Umstand diese es zu danken hatte, daß sie mehr als Angehörige der Familie, denn als Dienerin, betrachtet wurde. Der Lord wurde auf seinen Jagdzügen bisweilen von seiner einzigen Tochter Mary begleitet, einer wüthigen jungen Dame, die Amina gewöhnlich zu ihrer Bedienung mitnahm.

Auch diesmal hatte der Lord die beiden Mädchen mitgenommen und außerdem zur Bedienung einige Eingeborene, die wohl bewaffnet ihrem Herrn zu Pferde folgten und eine Anzahl Träger für die Sänfte, in welcher Mary mit Amina zu reisen pflegte.