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Dienst erwiesen, und folgte ihm von Blume zu Blume, die er mit seiner Gießkanne begoß; endlich ließ sie sich sogar von ihm mit in das Zimmer hinein tragen. Hier war es dunkel gewor­den und der Knabe zündete sich Licht an, um seine Schularbeiten zu machen.

Aber wie wunderbar war jetzt unserer Mücke zu Muthe! Kaum erleuchtete die Flamme das Zimmer, als alles Weh und alle Sehnsucht nach der geraubten Freundin doppelt schmerzlich in ihrer Brust erwachte, und als lebte die Seele der Geliebten in der Flamme des Lichtes, trieb sie ein unwiderstehlicher Drang nach dieser hin. Wie betäubt vor Schmerz und Verlangen um­kreiste sie das Licht in weiten Ringen; immer näher kam sie der Flamme, immer enger und enger wurden die Kreise.

Kleine Mücke!" rief der Knabe,geh' fort vom Licht, du wirst dich sonst verbrennen und sterben!"

Aber verstand der wohl, was es heißt, an Sehnsucht nach seinen Lieben, und an gebrochenem Herzen zu leiden! Umsonst war seine Warnung, immer näher umkreiste die arme Gequälte die Flamme, klagend und singend, und endlich fiel sie mit ver­brannten Flügeln m das Licht hinein. Mit einem tiefen Seufzer hauchte das einsame kleine Geschöpf sein Leben aus, und so ver­einte der Tod die beiden treuen Herzen, welche das Schicksal im Leben getrennt.