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chen Tönen entflohen; er verkroch sich in der Dachrinne eines nahe stehenden Hauses, und voll Furcht, auch hier von dem Knall und Feuer verfolgt zu werden, wagte er lange Zeit nicht wieder hervor zu kommen. Als er endlich prüfend das Köpfchen zu der Dachrinne hinausstreckte, sah er zwar, daß Alles dort unten still und leer war, aber zugleich empfand er eine höchst unange­nehme Kälte, und die warme goldne Sonne konnte er am ganzen Himmel nicht mehr entdecken, denn sie war von einem dunklen Grau überzogen und blickte gar nicht mehr mild und freundlich auf ihn her­unter. Das war gar nicht sehr angenehm, und besonders die zuneh­mende Kühle behagte unserm verzärtelten Mätzchen so wenig, daß er die Federn rings um sich her aufblies, und wie eine kleine Kugel in der kalten Dachrinne kauerte. Aber bald wurde noch schlimmer, denn aus dem grauen Himmel ergoßen sich jetzt Ströme kalten Wasiers, vor denen unserm Mätzchen die Haut schauderte, und er piepend das Köpfchen unter die Flügel steckte. Doch wie erschrack er, als seine nackten Beinchen plötzlich von eiskaltem Wasier um­spült wurden, und ein nasier gewaltiger Strom ihn eine weite Strecke in der Dachrinne mit fort trieb, daß er schon glaubte, er sei verloren, bis er sich endlich seiner Flügel bewußt wurde und trotz des strömenden Regens angstvoll in die Lust hinausflatterte. Aber wo in aller Welt sollte er sich in dieser Noth hinwenden! Schreiend und piepend schwirrte er durch die naffe kalte Luft, die schönen Federchen klebten wie angeleimt an seinem zarten Körper und das Fliegen war bei diesem Sturm und Unwetter eine schwere, höchst ungewohnte Arbeit.

Endlich, nachdem sich das arme Mätzchen in seiner blinden Angst den Kops an allen möglichen Wände», Baumstänmien und Pfeilern fast blutig gestoßen hatte, gelangte er an das Dach eines Gebäudes und hörte hier voll Wonne das Piepen junger Vögel unter dem weiten Vorsprunge desielben. Eilig flog er deshalb den Tönen nach und sah sich bald in der Nähe von einigen jener Gefährten, die vorhin mit ihm die Kirschen geplündert hatten. Erfreut hüpfte unser Mätzchen näher, schüttelte sorgfältig das Wasser aus den Federn und piepte vergnügt ein freundliches: Schön guten Tag, lieben Freunde!" Die Angeredeten schauten