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verdroß die einheimischen Balletmücken. „Das soll Tanz fern?" — riefen sie entrüstet; „das Kunst und Grazie? — Das konnten wir sämmtlich in den ersten Balletstunden! — Wo sind da unsere künstlichen Sprünge, unser Wirbeln, Drehü und Werfen? — Sie steht ja nicht einen Augenblick auf den Fußspitzen, viel weniger halbe Stunden lang, wie wir! — Sie ist nur etwas Neues, das ist das Ganze, doch soll uns das nicht irre machen!" —
Und nun sprangen sie noch viel höher, als vorher, wirbelten mit den dünnen Beinen noch heftiger und drehten sich, daß einem die Augen übergingen und Röckchen und Füße flogen. Daran hatten denn die Gäste endlich genug und sie erhoben sich, das Fest zu beschließen. —
Der ganze Zug der Hochzeitsgäste sollte das junge Ehepaar nach seiner Wohnung begleiten und da ein kleiner Bach die beiden Bienenstaaten verband, so waren Anstalten zu einer nächtlichen Wasierfahrt getroffen. Große Muscheln waren mit weichen Polstern versehn, rothe Fliegenpilze als Baldachin darüber gehängt und schimmernde durchsichtige Medusen nüt farbigen Sternen im Leibe sollten die Schiffchen den Bach hinab ziehen. Ein Perlboot mit schwellenden Mooskissen und wehender Flagge war zur Aufnahme des jungen Paares bestimmt und ein Papierboot, das seine Arme als Segel ausspannt, sollte die Königlichen Eltern führen.— Ihnen folgten die übrigen Gäste in den verschiedensten Muscheln und Schneckenschisfchen und fort ging es den Bach hinunter.
Voran flog eine Schaar Glühwürmchen in dichtem Gedränge, die Musici ließen ihre wunderlichen Töne vernehmen, und lauter Jubel durchtönte die warme Sommernacht. Er weckte die Bögel in ihren Nestern aus dem behaglichen Schlummer und neugierig streckten diese die Köpfchen aus dem Gebüsch; entzückt über den Anblick des festlichen Zuges ließen sie ihre Lieder ertönen und stimmten mit voller Kehle in den Jubel der Brautfahrt. — Endlich landete man am Fuße der neuen Wohnung, die in dem Herzen eines Weidenstammes erbaut, sich weit über den Bach hernieder neigte. Auch diese Räume waren festlich geschmückt und beim Eintritt in ihre neue Heimath übergab der König Wachsrüssel seiner holden Schwiegertochter Krone und Scepter des

