Krug, und in luftigem Tanze schwebten sie dem guten Mädchen voran, welches nach ihrer Hütte zurück zu kehren, sich eilig an­schickte.

Anne glaubte nun einen langen Heiniweg vor sich zu haben, denn es war viel Zeit vergangen, ehe sie zu dem Teiche gelangte, doch als sie sich umsah, siehe da stand sie am Saume des Wal­des, und vor ihr lag die grüne Wiese mit dem kleinen Häuschen, aus welchem so eben ihr guter Matthes heraus trat. Als dieser Anne erblickte, kam er ihr mit ossnen Armen entgegen und freudig begrüßte ihn das brave Mädchen.

Jetzt waren die holden Nymphen verschwunden, singend flogen die Vogel in den Wald hinein, welche Anne begleitet hatten, die Fischchen sprangen noch ein Mal hoch empor, dann schwammen auch sie wieder nach dem Walde und die beiden Rehkälbchen nick­ten Anne einen Gruß zu, indem sie leichtfüßig in dem Dickicht verschwanden.

Nun trat Anne mit dem schwer errungenen Waffer an das Bett ihrer Mutter, und mit bangem Herzklopfen sah sie, wie diese den Heiltrank begierig an die Lippen setzte, erwartete dies brave Kind ja doch, nun selbst krank zu werden, wie der Fischer ihr prophezeiht, sobald ihre Mutter gesund von ihrem Lager sich er­heben würde. Kaum hatte die Kranke von dem Wasser ge-

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eilen, um von dem wunderbaren Wasser zu schöpfen, da hörte sie liebliche süße Stimmen ertönen, und als sie aufschaute, schwebten ihr eine Schaar der reizendsten Nymphen entgegen, welche wun- derlieblich mit Schilf und Perlen bekränzt und mit seinen wasser- grüncn Gewändern und wehenden Schleiern geschmückt waren. Sie schwebten Annchen hold lächelnd entgegen, bildeten einen Kreis um sie und sangen in wunderherrlichen Tönen:

Annchen Heil! Ruhm und Heil!

Denn ihr ward der Sieg zu Theil!

Für sie rauscht die Quelle hier Kinderlieb' belohnen wir!"

Mit diesen Worten umschlangen sie die überraschte Anne, und zogen sie nach dem User des Teiches, wie ein Schwan tauchte dann eine der Nymphen in das Wasser hernieder und füllte den