ganzen Lande. Findet ihr ein Mädchen, das dem Bilde vollkommen gleich ist, so soll sie meine Gemahlin werden, und wenn sie eine Bettlerin ist." Aber der König dachte bei sich, sie könnten lange suchen, bis sie ein Mädchen fan­den, das dem Bilde ganz ähnlich wäre.

Und so war's auch. Die Großen und Räthe nahmen das Bild der verstorbenen Königin, und ließen es ab­konterfeien hundert- und zweihundcrtmal, und schickten es herum im Lande an alle Fürsten und Grafen des Königrei­ches, zu sehen, ob nicht eine der Töchter derselben dem Bilde vollkommen ähnlich wäre. Aber von allen Enden kamen die Boten und hatten nicht funden, wornach sie geschickt waren.

Darüber freuctc sich der König. Aber die Großen und Räthe gingen wieder zusammen, und berathschlagten sich, und ließen das Bild abkonterfeien noch zwei - und dreihun- dertmal, und sandten es an alle Ritter und Edcln im Lande, zu sehen, ob nicht eine der Töchter derselben dem Bilde voll­kommen ähnlich wäre. Aber von allen Enden kamen die

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ihr vollkommen ähnlich ist an Schönheit. Muß man den Lebenden Wort halten, so muß man es noch mehr den Ge­storbenen. Nehmt also das Bkldniß meiner Gemahlin, laßt es hundertmal abkonterfeien, und schicket es umher im