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bild ihrer Mutter sei. Aber sie bestanden darauf, und ließen alle Maler im Königreiche zusammen kommen, die sollten den Äusspruch thun, ob sie Recht oder Unrecht hätten. Und die Maler kamen zusammen von nah und fern, und vergli­chen die Schönheit der Tochter mit dem Bilde der Mutter, und alle stimmten darin übercin, daß sie die größte Aehn- lichkeit mit dem Bilde habe, so das man das Bild füglich für das Bild der Tochter ausgeben könne; denn ähnlicher sei kein Wassertropsen dem andern.

Da läugnete der König abermal, und sagte, sie könn­ten nicht richten in ihrer eigenen Sache; denn sie seien Kin­der seines Landes, und wünschten, wie alle seine Untertha­nen, daß er dem Lande wieder eine Königin gebe, und dar­um sprachen sie ein unwahres Urtheil; man müßte aus fremden Landen ein Gericht berufen, das nicht partheiisch wäre. Und der König schrieb selbst an alle Nachbarskönige, an alle Nachbarssürstcn, und sie schickten ihm jeder die ge­schicktesten Maler aus seinem Lande. So kam ein großes Gericht von fremden Malern zusammen. Aber alle sprachen einstimmig, daß aus der ganzen Erde noch kein Bild ähnli­cher gemalt worden sei, als das Bild der Königin ihrer Tochter Armina ähnlich wäre.

Das schlug dem Könige schwer aufs Herz. Denn jetzt hatte er keine Ausrede mehr, und mußte sein gegebenes Wort