und sehnten sich, weiter ihr Glück draußen zu suchen in der Welt. Aber die Alten wollten sie ums Leben nicht von sich lassen. AIs sie aber jetzt achtzehn Jahre zählten, verlangten sie übermal, von bannen zu ziehen, und ließen sich nicht mehr zurückhalten, durch das freundliche Zureden und die Thränen der Alten. Und als sie sahen, daß sie sich nicht mehr länger halten ließen, da gaben sie einem jeden ein neues Jagdkleid, und die Alte ging hinauf auf den obersten Boden, und brachte zwei Jagdmesser herab, daran an der Seite Messer und Gabel eingesteckt waren, und reichte einem jeden eines derselben, und sprach: „Seht, die zwei Jagdmesser nehmt, und traget sie zur Erinnerung an eure alte Pflegemutter. Ich hab sie an meinem Brauttagc von
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Aber die Knaben fanden sich wohl in des Waidmanns Haus und in sein Maidwerk, und waren ihm gehorsam in allen Stücken, und halsen ihm in Forst und Wald, und scheuetcn weder Regen noch Sturm, erlegten Thiere und hegten das Wild, und pflanzten mitunter im Garten, und leisteten auch der freundlichen Alten, des Waidmanns Frau, in ihren häuslichen Geschäften mitunter hilfreichen Beistand, und gewannen so die Herzen der beiden Alten, daß sie sie so sehr und fast mehr liebten, als Aeltern ihre Kinder lieben.
Das ging so fort vier volle Jahre. Da hatte Brunncn- hold und Brunnenstark das Waidwerk vollkommen erlernt,

