Jagdmesser hervor, und steckts bis an das Heft in einen starken Eichcnstamm, der an der Scheide des Weges stand, und sagte:Thue Du auch so, auf daß jeder ein Zeichen habe, wenn er zurückkommt, ob dcr Andere noch am Leben ist." Und Brunnenstark zog auch sein Messerlcin, und steckts in den Eichenstamm bis an das Heft. Dann um­armten sie sich, und schieden von einander, und versprachen, nach etlichen Jahren wieder zu kommen, und zu sehen nach den Messern, ob sie nicht rosteten. Und sie zogen ein jeder seine Straße, einer rechts, der andere links.

Brunnenhold war aber die Straße rechts gezogen vom Kreuzweg, und zog weiter und immer weiter durch Feld und Flur, über Berg und Thal, und trieb sein Waid- werk nach Lust und Gefallen, heute hier, morgen dort. Und so kam er eines Tages an eine große Stadt. Als er aber eintrat ins Thor, war Alles an den Häusern behängen mit schwarzen Tüchern, und statt der Fahnen wehrten vom Rathhause lange Trauerflore. Auf den Straßen herrschte überall eine Todtenstille, und kein Mensch ließ sich sehen. Da trat er in eine Herberge und forderte sich beim

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der Welt. So wurden sie denn eins, am ersten Scheideweg sich zu trennen, und einer rechts, dcr Andere links zu ziehen.

Als sie aber an den ersten Scheideweg kamen, blieb Brunnenhold stehn, und zog sein Messerlcin neben dem