'44

heraus, und steckte sie zu sich. Dann ging er jenseits den Drachenstein hinab, und irrte herum ein ganzes Jahr, -.nd suchte seine Mutter da und dort, und fand sie nirgend.

4.

Äls die Königstochter aber hinabging von dem Drachen­berge nach der Stadt, noch voll Freude über ihre Erlösung vom Tode durch den schönen, fremden Jüngling und dabei voll Trauer, daß er nicht gleich mit ihr hatte gehen können, mußte sie eine Strecke durch den Wald, vorbei an der Woh­nung eines Kohlenbrenners. Und als sie vorbei ging an den Meilern des Köhlers, stürzte er hervor mit einer Keule, die er hoch in der Luft schwang und drohte sie zu erschlagen, wenn sie nicht gleich ihm zuschwörcn würde mit dem heilig­sten Eide, ihrem Vater, dem König, und Allen zu sagen, daß er, der Köhler, ihr Erretter vom Drachen sei. Und die Königstochter siel weinend vor ihm auf die Kniee, und bat ihn, sie doch zu verschonen, und versprach ihm zuzu- schwörcn, ihm Geld und Haus und Feld zu verschaffen, so viel er verlangte. Er bestand aber auf seiner Forderung, und drohctc, sogleich den Schlag zu thun mit seiner schwe­ren Keule, wenn sie nicht augenblicklich den Schwur ablege.