Avifauna von Hessen

7.1.10.1

Aythyaferina (Linne 1758)

Unterarten

keine

Status und Häufigkeit

Jahresvogel: 4-15 Brutpaare

Durchzügler und Wintergast: 5000-12 000 Exemplare Bestandsentwicklung: gleichbleibend

Rote Liste

Hessen: vom Aussterben bedroht (1)

Lebensraum

Als Brutgewässer werden in Hessen - wie anderswo - solche mit geringer Tiefe (i.d.R. bis 2 m) und mehr oder weniger gut ausgebildetem Uferbewuchs, der z.B. aus Phragmites, Typha, Carex oder Scirpus bestehen kann, bevorzugt. Bei den regelmäßig besetzten Bmtplätzen handelt es sich ausschließlich um Stauteiche. Überwiegend sind es alte, landschaftsangepaßte Fischteiche. Diese meso- bis eutrophen Stillgewässer bieten der Art ein optimales Nahrungsangebot und geeignete Nistgelegenheiten. Die Größe der Wasserfläche scheint keine besondere Bedeutung zu haben. Bmten am Flachwasserteich im NSGKelzer Teiche (Krs. Kassel; 0,5 ha) und am Mittelteich bei Obermoos (Vogelsbergkreis; ca. 1 ha) zeigen, daß selbst kleine Gewässer bezogen werden, soweit sie in der Nähe größerer Teiche liegen (Nitsche 1980, Mooser Tagebuch: Bommer schriftl.).

Im Gegensatz zur Reiherente hat die Art in Hessen an Kiesseen und anderen Gewässern in Bodenentnahmestellen bisher nur vereinzelt gebrütet (Tab. 1).

Zur Zugzeit nutzt die Tafelente nahezu alle Gewässertypen, beispielsweise Teiche, Kiesseen, Tagebaurestgewässer, Talsperren, Altwasser und ruhige Flußabschnitte. In der Regel bevorzugt sie dabei flachere Wasserflächen und Gewässerteile. Dementsprechend können auch auf Überschwemmungsflächen regelmäßig rasten­de Tafelenten beobachtet werden (z.B. [4: 1987, 10: 1981], Handke schriftl.). Die

l.Lfg. 1993

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