Problematisches über Catharinaea xmdulata .
195
Ans den endständigen c V Blüten wachsen im nächsten Jahre
oft Innovationen mit $ Blüten .
Nach Dixon ( Handbook . S . 35 ) ist die Art „ autoicous ,
functionally dioeious . “ Indem Dixon , wie die Bryol . eur . ,
annimmt , dass die cf Bl . erst im nächsten Jahre von der weib¬
lichen durchwachsen wird , kommt nach ihm eine „ funktionelle “
Zweihäusigkeit zustande .
Heribaud ( Muse , d Auvergne , 1899 , S , 278 ) schreibt :
„ Die Blüten dieser Art sind , entgegen Brideis Angabe , kon¬
stant einhäusig - und nicht zweihäusig . “
Limprieht ( II , 1895 , S . 593 ) schreibt , wie Braithwaite
vor ihm , „ parözisek und polyözisck “ und fährt fort : „ cf Bl . an
der Spitze der Jahrestriebe , becherförmig - knospig , . . . . , die
9 Bl . aus der Mitte der cf sprossend . “ G . Roth ( Europ .
Lau hm . ) macht dieselbe Angabe .
Kindberg ( Spec . of eur . and north am . Bryineae . 1896 ,
S . 154 ) : Parözisch oder polygam : männliche Pflanzen selten .
A . Grimme ( Über die Blütezeit deutscher Laubmoose
usw . , Hedwig - ia 1903 , S . 46 ) : „ Aus der mit zahlreichen , teils
soeben entleerten , teils fast reifen Antheridie » besetzten männl .
Bl . sproßt die weibl . ( 4 — 5 mm über der männl . ) . “ ( Nach
Pflanzen von Melsungen vom 23 . Mai 1898 . ) Aus dieser Angabe
geht hervor , daß , wenigstens in diesem Falle , der weibl . Stand
nach dem männl . Stande , aber in derselben Wuchsperiode ent¬
standen ist . Trotzdem Proterandrie vorliegt , könnte dennoch
Befruchtung möglich gewesen sein , da die „ bypogynen “ Anthe -
ridien teilweise noch nicht ganz reif waren . Leidergibt er nicht
an , wie weit die 4 — 5 mm höher stehenden Archegonien ent¬
wickelt waren . Ob die Befruchtung dadurch erschwert wird
dass die Spermtozoiden einen „ Aufstieg “ von mehreren mm zu
bewältigen hätten , ist ebenfalls eine offene Frage .
An anderen Pflanzen von Melsungen vom 15 . Mai 1898
fand Grimme : „ Weibl . Bl . mit fast reifen und eben geöff¬
neten Archegonien . In den zwitterigen Blüten die Antheri -
dien fast reif , die Archegonien noch sehr zurück , eben ange¬
deutet . “ Die Proterandrie ist nach dieser Angabe deutlich .
Grimme ist der einzige Beobachter , der bei dieser Art geradezu