Tab . 1 : Bisherige Nachweise des Aufkipp - Gründelns nach Art und Ländern
Zwerg¬
schwan
bewickii
Trompeter¬
schwan
buccinator
Pfeif¬
schwan
columbianus
Sing¬
schwan
cygnus
Höcker¬
schwan
olor
D
Naumann l , II ,
Petzold
Schubert


Naumann I , II ,
Petzold
Naumann I , II ,
Bruns , Büdlich ,
Thiede , Petzold ,
Reich hoff , Szijj
DK
-
-
Fuglevaern
Thiede,Andersen
S
-
-
Thiede
N
-
-
Haftorn
Haftorn
NL
Brouwer , u . Tinb .
-
-
GB
Acland , Scott
-
-
Airey
Scott , Dewar
USA
-
Palmer , Audubon
in Bent , Banko
Palmer , Bent ,
Stone
Palmer

J
Kawamoto ,
Thiede
Honda ,
Kawamoto ,
Thiede
Bemerkungen : — = normalerweise als Art nicht vorkommend .
Die Ländernamen sind durch die internationalen Autokennzeichen symbolisiert .
4 . Zur Nahrungssuche und der Art des Aufkipp - Gründelns .
Petzold ( 1974 ) beschreibt die Nahrungssuche und die Art des Aufkipp - Gründelns für Höcker¬
schwan , Schwarzen Schwan , Schwarzhalsschwan Sthenelides melanocoryphus , Singschwan ,
Zwergschwan und Coscorobaschwan ( S . 33 — 39 ) . Zum Verhalten beim Höckerschwan siehe
auch Reichholf ( 1983 ) sowie Dewar ( 1942 ) und Szijj ( 1965 ) .
Zwergschwan : Die Beobachtungen von Brouwer u . Tinbergen ( 1939 ) ( zitiert auch in
Bauer u . Glutz 2 , S . 64 ) ergänzen das bei Reichholf ( 1983 ) Gesagte . Die Zwergschwäne suchten
ihr Futter schwimmend und konnten maximal eine Tiefe von 1 m erreichen .
„ In der Regel war die Tiefe 20 bis 60 cm . Die Tiere suchen ihr Futter am Boden , den sie in
metertiefem Wasser aufkipp - gründelnd erreichen und auf flacheren Plätzen dadurch , daß sie
allein Kopf und Hals unter Wasser stecken . Es sei hierbei daran erinnert , daß die Länge von
Kopf und Hals bei C . bewickii nicht weniger als 50 bis 60 cm beträgt “ ( Übersetzung aus dem
Niederländischen ) . Die Differenz schaffen sie also durch Aufkippen .
Singschwäne gründein aufkippend nach Airey ( 1955 ) 10 bis 20 sec . lang , etwa 8 Monate
alte Jungschwäne im Januar und Februar nicht länger als 10 sec . Der Zwergschwan hingegen
bleibt 20 bis 30 sec . beim Aufkippen unter Wasser ( Acland 1923 ) , womit er bisher den Rekord
hält .
Trompeterschwan ( C . buccinator ) . Owen u . Kear ( 1972 ) zitieren Banko ( 1960 ) ; inner¬
halb einer halben Stunde aufkipp - gründelte ein Paar je rund 15mal . Sie gründeten unab¬
hängig voneinander , ein Zeittakt war nicht festzustellen .
Schwarzer Schwan ( C . atratus ) . Bei Wilmore ( 1970 ) fand ich eine interessante Bemer¬
kung ( S . 170 ) :
„ Wenn sie ihre Küken auf dem Rücken haben , aufkipp - gründeln die Eltern niemals , sondern
neigen nur ihre Köpfe unter Wasser “ ( Übersetzung aus dem Englischen ) .
In Tab . 2 sind die bisher in der Literatur beschriebenen Meßwerte zur Hals - Kopflänge , zur
Dauer des Aufkipp - Gründelns in Sekunden und zur Häufigkeit in der Zeit mitgeteilt . Hier gibt
es noch Lücken . Zum allmählichen Lernen und Können bei Jungschwänen gibt es bisher nur
die Studien von Airey ( 1955 ) und Dewar ( 1942 ) .
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