4 . Ergebnisse
Es wurden 95 . 008 Ex . in 59 Arten erfaßt . 6 Arten mit mehr als 5 % Dominanz - Anteil stellten
80,3 % der Avizönose . Die Beanspruchung unterschiedener Teilflächen durch nahrungs¬
suchende und rastende Vögel wird in Tab . 1 dargelegt , Angaben zur maximalen Individuen¬
zahl/10 ha der häufigsten Arten enthält Tab . 2 . Außer den Watten wurden alle weiteren Teil¬
flächen als Nahrungsgebiet und als Rastplatz beansprucht . Die wichtigsten Rastplätze be¬
fanden sich auf Salzwiesen außerhalb der Köge und nahe von Seichtwasserflächen im jungen
SkS . An letzteren gingen gelegentlich Anteile verschiedener Arten der Nahrungssuche nach
( s . 4 . 1 . ) .
4 . 1 . Habitatwahl ausgewählter Arten
Haubentaucher : 28 von 30 Ex . hielten sich bei Hoch - und bei Niedrigwasser ( Siel
geöffnet ) im Tiefwasserbereich vor dem SkS auf ( vgl . unter 2 . ) , je 1 Ex . auf den beiden Tief¬
wasserflächen vor dem SkN .
Stockente : Die Nahrungssuche vollzog sich auf bis über 3 km von der Deichlinie ent¬
fernten Watten , die bei auflaufendem Wasser meist deichwärts schwimmend verlassen wurden .
Schlickigere Watten ( 2 . 250 Ex . ) wurden sandigeren Watten ( keine ) vorgezogen . Bei unruhiger
See verblieben wenige ( 47 Ex . am 24 . 1 . ) , bei ruhiger See bis 500 Ex . ( 16 . 2 . ) z . T . mehr als
500 m von der Deichlinie entfernt rastend auf dem Meer . Hauptrastplätze befanden sich auf
Helmsand ( vermutlich bis über 1 . 000 Ex . ) , auf Salzwiesen und Quellerfeldern des SkS ( 850 Ex .
am 24 . 1 . ) und auf/an Seichtgewässern des SkS ( regelmäßig bis 1 . 000 Ex . ) .
Krickente : 604 von 624 Ex . wurden in und an Seichtwasserarealen des SkS angetroffen ,
wo sie rasteten , aber in geringem Umfang auch der Nahrungssuche nachgingen . Hier bei Ebbe
nur 15 Ex . am 9 . 11 . und 70 Ex . am 17 . 11 . , so daß Nahrungssuche in entferntgelegenen Watten
anzunehmen ist . Nur 1 x 1 Ex . rastend unter schwimmenden Stockenten vor dem SkS .
Pfeifente : Als Nahrungsgebiet wurden die Watten der Fläche 3 ( 550 Ex . ) bevorzugt
gegenüber den Watten in Fläche 2 ( 3 Ex . ) und in Flächei ( keine ) . Weitere Nahrungsgründe
befanden sich vermutlich in entfernten Watten , die auch schwimmend verlassen werden
konnten , woraufhin insgesamt 266 Ex . rastend auf der deichnahen See angetroffen wurden .
Hauptrastplätze befanden sich außer auf Salzwiesen außerhalb des Untersuchungsgebietes
auf bedeichten Quellerfeldern ( 900 Ex . ) und in/an Seichtwasserflächen des SkS ( 1 . 917 Ex . ) .
Spießente : Nahrungssuche fand auf Schlick - ( 120 Ex . ) , nicht jedoch auf Sandwatt statt .
Rastplätze bildeten die ehemaligen Salzwiesen und Quellerfelder ( 1 . 267 Ex . ) und Seicht¬
wasserflächen ( 1 . 161 Ex . ) des SkS .
Löffelente : 75 von 78 Ex . hielten sich an Seichtwasserstellen des SkS auf . Hier fand im
wesentlichen auch die Nahrungssuche statt , denn 46 von 75 Ex . wurden hier bei Niedrig¬
wasser angetroffen . Nur 1 x 2 < 3 und 1 5 rastend auf Tiefwasser vor dem SkN .
Schellente : Rastend und fischend auf allen unterschiedenen Gewässern angetroffen ,
und zwar 158 Ex . auf Flachwasser und 119 Ex . auf Tiefwasser im Wattenmeer , 66 Ex . auf Tief¬
wasserbecken und 67 Ex . auf Flachwasserbecken des SkS , weitere auf kleinsten Brack - und
Süßgewässern ( z . B . Tränktümpel im Sommerkoog ) . 324 Ex . ( 77,6 % ) der auf dem Watten¬
meer anwesenden Ex . befanden sich im Bereich der Teilfläche 2 .
Eiderente : Die Art war entschieden an Tiefwasserbereiche und deren Randzonen des
Wattenmeeres gebunden , wo Rast - und Nahrungsplätze weitgehend zusammenfielen : Von
2 . 684 Ex . 70,5 % vor dem nördlichen Deichkopf/SkN , 24,1 % in Fläche 1 und 5,3 % in Fläche 3 .
Nur 1x1 Ex . im Tiefwasserbecken des SkS . Ein Teil wich offenbar mit dem ablaufenden
Wasser seewärts zur Nahrungssuche aus .
Brandgans . Die Nahrungsaufnahme vollzog sich zum Teil auf sehr entfernt gelegenen
Watten , im Nahbereich wurden Schlickwatten ( 3 . 750 Ex . ) Sandwatten ( keine ) vorgezogen .
Viele schwammen mit auflaufendem Wasser den Rastplätzen entgegen , die sie schließlich zu
Fuß aufsuchten oder sie verblieben schwimmend in nächster Nähe . Rastplätze befanden sich
vor allem an seeseitigen Salzwiesengrenzen außerhalb der Kontrollflächen , bei Landunter
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