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Buchbesprechungen
zugleich der inhaltliche Rahmen des Werkes abgesteckt. Er umfaßt neben dem Naturschutz im engeren Sinne und den ihm zugrundeliegenden gesetzlichen Bestimmungen insbesondere die Landschaftspflege und Gestaltung der Kulturlandschaft mit den Kapiteln Gliederung und Gestaltung der Kulturlandschaft, Neuordnung der Fluren, Wald-Feld- Verteilung, Gewässerpflege, Melioration und Rekultivierung, Landschaftsplanung und Erholungswesen, Küstenschutz, Bauten in der Landschaft, Landschaftspflegepläne sowie eine recht ausführliche Darstellung der wichtigsten Faktoren des Landschaftshaushaltes, wie beispielsweise Wald und Gehölze, Wasserhaushalt, Mikroklima und Bodenfruchtbarkeit.
Der kennzeichnende Leitgedanke des Buches kommt in dem Bemühen der Autoren zum Ausdruck, die Notwendigkeit einer auf den Ergebnissen naturwissenschaftlicher Landschaftsforschung aufzubauenden optimalen Landschaftspflege als allgemeines Gestaltungsprinzip unserer Kulturlandschaft kenntlich zu machen. Die mit der Weiterentwicklung von Wissenschaft und Technik immer rascher voranschreitende Entwicklung der Produktionsmethoden in Industrie und Landwirtschaft bewirkt umfangreiche und tiefgreifende Veränderungen des Landschaftsgefüges, deren vielfältigen Begleiterscheinungen den menschlichen Lebensraum ohne Be- achtung landschaftlicher Erfordernisse in zunehmenden Maße nachteilig beeinflussen können. Die Gesunderhaltung der Landschaft, die Rekultivierung geschädigter Gebiete, Pflege aller Naturreserven sowie ihre optimal dem Naturhaushalt angepaßte Nutzung kann
deshalb nicht auf einer von bloßer Naturverbundenheit getragenen Berücksichtigung von Einzelobjekten beruhen, sondern muß das Ganze exakt planend erfassen. Die systematische Auswahl von Naturschutzgebieten als Forschungs- räumen, Erhaltungs- und Regenerationszentren sowie Landschaftsschutzgebieten mit hohem Erhaltungswert geschieht in der DDR auf der Basis des Gesetzes zur Erhaltung und Pflege der heimatlichen Natur, das der erweiterten Zielstellung des Naturschutzes unter den gesellschaftlichen Verhältnissen der DDR Rechnung trägt. Angesichts der außerordentlich weitreichenden und vielfältigen Verknüpfung der abgehandelten Problemkreise mit Disziplinen der angewandten und Grundlagenwissenschaft ist es den Verfassern auf verhältnismäßig kleinem Raum gelungen, eine alle wesentlichen Aspekte erfassende Einführung zu geben. Die Reichhaltigkeit des verarbeiteten Materials aus dem In- und Ausland sowie die Fülle der angeschnittenen Probleme machen es für den Wissenschaftler, insbesondere für Land- und Forstwirte, Geographen und Biologen wie für den in der Planungspraxis Beschäftigten zu einer Mächtigen Arbeitsgrundlage, die bisher gefehlt hat. Der bei aller Prägnanz klare und verständliche Stil sowie die reichhaltige Ausstattung mit Karten und Abbildungen erleichtern jedoch auch dem interessierten Laien das Vertrautmachen mit den Aufgaben und Zielen moderner Naturschutzarbeit. So ist das Buch in hohem Maße geeignet, den Grundgedanken einer umfassenden Erhaltung und Pflege unseres Lebensraumes zu einem Anliegen von nationaler Rangordnung zu erheben. Schwarz
