Rolle kommt hier der alljährlich gesetzlich geforderten Bachreinigung zu, weswegen kurz darauf eingegangen sei. Die seit Jahrzehnten geübte Reinigungsweise besteht im wesentlichen darin, daß bei kleinen wie großen Fließgewässern die Pflanzenbetten mehr oder minder gründlich entfernt und die Ufer unter Beseitigung ihres Bewuchses glattgehackt werden, während das eigentliche Bachbett unberührt bleibt. Als Folge dieser Methode geraten jeweils erhebliche Sandmengen im Bachlauf in Bewegung, die zur Einebnung, Versandung und Verflachung der Bachsohle führen bei gleichzeitiger ständiger Verbreiterung des Bachbettes, oft sogar verbunden mit Hebung des Wasserspiegels. Da hierdurch die angrenzenden Wiesen in vielen Fällen versumpfen und versauern, andererseits die Fischerei sehr geschädigt wird, erscheint diese Art der Bachreinigung recht unverständlich.
Konnten vom fischereisportlichen Standpunkt aus gesehen noch bis etwa 1930 Moosalbe und Schwarzbach wegen der Vielfalt ihrer Nutzfischarten als erstklassige Fischereigewässer, Wieslauter, Rodalbe und Sauer als vorzügliche Forellengewässer angesehen werden, sind selbst die bestbesetzten Strecken dieser Bäche im Vergleich zu damals heute nur noch als mittelmäßig zu bezeichnen.
Kurz erwähnt seien auch die Höchstgewichte von einigen Nutzfischen des Schwarzbaches, die uns bekannt wurden: Hecht 12 kg, Aal 5 kg, Bachforelle 4 kg, Döbel 4,5 kg, Äsche 1,5 kg, Rütte 2,5 kg.
Zwei Nutzfischarten, die Barbe, welche bis etwa 1935 im Schwarzbach von der Wallalbmündung abwärts, in der Wieslauter abwärts von Niederschlettenbach und in der Trualbe bei Riedelberg gelegentlich gefangen wurde, sowie die bei Thaleischweiler öfters gefangene Silberorfe konnten unseres Wissens seitdem nicht mehr nachgewiesen werden.
Werfen wir einen Blick in die Zukunft, so steht zu erwarten, daß für die Fischfauna unserer Gewässer günstigere Verhältnisse eintreten werden. Die zwar nicht den Fischen oder den Fischern zuliebe eingeleitete Sanierung unserer Gewässer, die vielmehr durch die Sorge um die Reinhaltung der Fließgewässer und des Grundwassers für menschliche Nutzungszwecke erzwungen wurde, wird vornehmlich durch den Bau von Abwässerkläranlagen den Fischbeständen zugute kommen. Da jedoch die einstige Wassergüte ebensowenig wieder voll erreicht werden wird, wie die Beseitigung der erwähnten sonstigen ungünstigen Veränderungen der meisten Bäche, kann die Erholung unserer Fischfauna auf ihren einstigen Bestand nicht erwartet werden.
Anschriften der Verfasser: Dr. Hans Bath, 678, Pirmasens, Luisenstr. 45, und Theo Heussler, 678, Pirmasens, Buchsweilerstr. 51.
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