Avifaunistische Kurzmitteilungen Kanadagans (Branta canadensis) bei Oldenburg
Am 4. 2. 1968 ein Ex. Kanadagans in der Hunteniederung bei Kl. Bornhorst in der Nähe von sieben Zwergschwänen.
Die Frage, ob es sich hier um einen verwilderten Gast aus Großbritannien oder Skandinavien, oder ob es sich um eine entflogene Zoogans handelt, bleibt kritisch. Bemerkenswert für uns war, daß der Vogel sich bereits früher als die Schwäne beunruhigt fühlte und sich diesen anschloß. Kurz darauf flogen alle gemeinsam auf.
Aus dem Land Oldenburg sind mir bisher nur zwei Beobachtungen von Kanadagänsen bekannt: 1956 vom Dümmer (Niethammer, Kramer, Wolters), und im Februar 1966 machte mich Dr. F. Goethe auf sieben Exemplare aufmerksam, die vor der III. Einfahrt, Wilhelmshaven, vorbeischwammen.
Edgar Schonart, 29 Oldenburg i. O., Margaretenstr. 28
Schwarzstorch (Ciconia nigra) bei Bonn Ein Ex. am 11. 4. 66 gegen 15.15 Uhr über dem Naturschutzgebiet Kottenforst bei Bonn. Er stieg in großen Schleifen über dem Waldgebiet (bei mittlerer Bewölkung mit Sonnenschein) auf ca. 1000 m und dann mit dem Wind in östlicher Richtung ab.
Robeet Wipperfürth, 53 Bonn, Königsberger Str. 20
Trottellummen (Uria aalge) arn Dümmer Zum Thema Trottellummen (Uria aalge) am Dümmersee in der ornithologischen Mitteilung Februar 1967 möchte ich eine Beobachtung beitragen. Am 5. 4. 1967 um 18.00 Uhr entdeckte ich an der Südseite des Dümmersees 6 Ex. im Ruhekleid. Sie wurden ständig von Lachmöwen angegriffen und verteidigten sich sehr reserviert. Bei Regenschauern steckten sie den Kopf ins Gefieder. Schien die Sonne, breiteten sie ihre Flügel aus und ließen sich von dem Nordwestwind die Federn trocknen. Ab und zu flog eine Trot- tellumme um ihre Artgenossen (vgl. Orn. Mitt. Heft 2/1967).
Gunter Berstorff, 1 Berlin 48, Beyrodtst. 57
Berghänflinge (Carduelis flavirostris) im Kreis Uelzen Am 18. 1. 1967 überflog 1 Ex. dieser Art das Kiehnmoor typisch rufend in westliche Richtung. Weiterhin auf den verschneiten Feldern um Uelzen am 10. 12. 1967: 10 Ex. und am
16. 12. 1967: 1 Ex. Die Vögel frassen zusammen mit Buch-, Grün-, Bergfinken und Bluthänflingen an Stauden des Ackerhellerkrautes.
Gunther Schnebel, 311 Uelzen, Dannenriede 3
Schneeammern (Plectrophenax nivalis) in Uelzen An den noch bei 20 Frostgraden eis- und schneefreien Schlammteichen der Uelzener Zuckerfabrik am 11. 1. 1968 3 ♂und 1 ♀.
Gunther Schnebel, 311 Uelzen, Dannenriede 3
Brut der Sperbergrasmücke (Sylvia nisoria) im Kreis Uelzen
Nach systematischer Suche fanden W. Karwinski, W. Wentzensen und Verf. diese Art am
17. 6. 1967 in den Randzonen eines Hochmoores. An darauffolgenden Tagen wurde das Paar eifrig futtersuchend beobachtet. Das Nest, nach dem aus vogelschützerischen Gründen nicht intensiv gesucht wurde, befand sich vermutlich in einem Brennesselbestand.
Gunther Schnebel, 311 Uelzen, Dannenriede 3
Tannenhäher (Nucifraga c. caryocatactes) im Stadtgebiet Forchheims
Am 22. 10. und 9. 11. 1963 je 1 Ex. in der Stadt Forchheim, Ludwigstraße. Es folgten am 6. 1., am 5. 9. (2 Ex.), am 9. 9. und am 3. 10. 1964 weitere Beobachtungen. Die Vögel flogen in Haushöhe meist den neuen Friedhof an, wo sie sich u. a. auch an Abfallhaufen zu schaffen machten. Der nächste Wald ist etwa 1 km entfernt.
Alfons Forstel, 855 Forchheim, Ludwigstr. 42
Berghänfling (Carduelis flavirostris) in Wolfsburg
Am 25. März 1963 am Klieversberg (Wolfsburg) 1 Ex. etwa eine halbe Minute beobachtet. (Kennzeichen: Gelber Schnabel, grauweißer Bauch, braunes Kinn und Kehle, dunkelbraune Oberseite, Bürzel dito.). Am 5. Mai 1963 fast an derselben Stelle wiederum 1 Ex. Erwin R. Scherner, 318 Wolfsburg 6, Rabenbergstr. 64
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