2

Schindler: Meisenheimichthys glanensis n. sp. aus dem Saar-Nahe-Becken

rectangulaire, assez peu eleve; le dermopterotique est sans apophyse ventrale.Le nasale n' atteint pas le premaxillaire, il ne fait en longueur que la moitie du postdorsale. Le toit cranien est ornemente de picots et de baguettes, ayant une crete, partiellement prononcee. Maxillaire assez plate. Un postcleithrum est present. La longueur totale connue va de 15 ä 20 centrimetres. La nouvelle espece est comparee aux especes M. palatinus (Schindler 1993) et M. breitenheimensis Schindler 2004 dejä decrites. Les signes caracteristiques tels qu'une forte denture et une forme svelte designent le M. glanensis comme etant un petit predateur dont la nourriture principale reste inconnue jusqu' ä present.

1 Einleitung

Boy (1976) beschrieb erstmals Vertreter der Fami­lie Elonichthyidae Giebel aus dem Saar-Nahe-Becken. Er konnte noch keine Arten abgrenzen, stellte aber das regelmäßige Vorkommen dieser Actinopterygier fest. Schindler (1993) beschrieb dann die erste Art die­ser Familie noch mit informeller Gattungszuordnung als ,ßlonichthys" palatinus. SCHINDLER (in POSCH- mann & Schindler 2004) stellte die neue Gattung Meisenheimichthys mit der Typart Meisenheimichthys palatinus (Schindler) auf und beschrieb eine weitere Art (Meisenheimichthys breitenheimensis). Die Familie Elonichthyidae wurde neu definiert.

Heute ist bekannt, dass Vertreter dieser Familie im Saar-Nahe-Becken von der Breitenbach-Formation (Oberkarbon) bis zur Donnersberg-Formation (Unter­perm) vorkommen. Sie stellen eine ökologisch wichtige Gruppe (Kleinräuber) mit teils speziell an nährstoffar­me Seen angepassten Strategien (fakultativer Kanniba­lismus) dar.

Manche Arten sind während größerer Flächen­grabungen geborgen worden und in großer Individu­enzahl bekannt (Meisenheimichthys palatinus in der Meisenheim-Bank, Meisenheimichthys breitenheimen­sis in der Breitenheim-Bank, dazu weitere Arten ande­rer Elonichthyiden-Gattungen in der Raumbach-, der Oberndorf-, der Hoferhof- und der Morsbacherhof- Bank sowie dem Lebach-Toneisenstein-Lager). Für die hier neu zu beschreibende Art trifft das leider nicht zu, es sind nur wenige vollständige Individuen bekannt.

2 Beschreibender Teil

Für die Beschreibung wurde Material folgen­der Sammlungen verwendet: Sammlung Institut für Geowissenschaften/Lehreinheit Paläontologie, Mainz (IGPM) Sammlung Manfred Raisch, Kaiserslautern (SRK).

Subklasse Actinopterygii

Überordnung Palaeonisci (sensu Berg, Kazantseva

& Obruchev 1964) Familie Elonichthyidae Aldinger 1937, emend.,

Schindler in Poschmann & Schindler 2004

Gattung Meisenheimichthys Schindler 2004

Diagnose (zur besseren Verständlichkeit hier er­neut): Eine Gattung der Familie Elonichthyidae mit

den folgenden Merkmalen: vorderes Schädeldach nicht viel breiter als hinteres Schädeldach; Dermosphenoti- cum erreicht nicht Nasale; Frontale grenzt an Orbita; dreieckiges ventrales akzessorisches Operculum, liegt anteroventral zum Operculum; Supracleithrum reicht ventral bis zur Mitte oder bis zur Untergrenze des Sub- operculums.

Meisenheimichthys glanensis n. sp.

Synonyme:

1976 Elonichthyiden gen. indet. (partim), BOY 1989 ?Elonichthyiden (für Remigiusberg-Fm.), Rhab- dolepiden bzw. Rhabdolepis (für Altenglan- Formation), Boy 2000 Elonichthys sp. G, Boy & Schindler

Derivatio nominis: nach seinem Auftreten im Glan­tal/Pfälzer Bergland

Holotyp: IGPM-M2797

Locus typicus: Aushub eines Wasserleitungsgrabens bei Etschberg/Pfälzer Bergland

Stratum typicum: Reckweilerhof-Bank, Altenglan- Formation, (tieferes Rotliegend, Stefan, Oberkarbon) (Boy & Schindler 2000)

Stratigraphische Reichweite: Remigiusberg- und Altenglan-Formation, tieferes Rotliegend, Saar-Nahe- Becken

Material: Holotyp IGPM-M2797 und Paratypen IGPM-M2965 (Reckweilerhof-Bank, Etschberg) und IGPM-M2958 (Ottweiler-Bank, Ottweiler/Saarland)

Diagnose: Eine Art der Gattung Meisenheimichthys mit den folgenden Merkmalen: Die Grenze Dermosphe- noticum/Dermopteroticum liegt meistens auf Höhe der Grenze Frontale/Parietale, es gibt aber auch die Lage da­vor oder dahinter. Dermosphenoticum und Dermoptero- ticum bilden einen rechteckigen Kasten, der aber nicht sehr hoch ist; Dermosphenoticum ohne ventralen Fort­satz; das Nasale erreicht nicht das Prämaxillare, es ist nur halb so lang wie das Postrostrale; Schädeldach mit Noppen und Leisten ornamentiert, die einen Grat auf­weisen, dieser ist teilweise posterad prononziert; Ma- xillare wirkt sehr flach; ein Postcleithrum ist vorhan­den; Individuen bis 15 cm Gesamtlänge bekannt (SRK- HZW.2), anhand isolierter Unterkiefer ist mit einer Ge­samtlänge bis 20 cm zu rechnen.

Bemerkungen: Von dieser Art liegen nur weni­ge vollständige Individuen vor. Die Rekonstruktion (Abb. lb) basiert auf dem Holotyp IGPM-M2797 (Schädelzeichnung Abb. la); Postcleithrum, Cleithrum