KLEINE MITTEILUNGEN
Häherkuckuck (Clamator glandarius) in Osterholz-Scharmbeck
Am 14. Oktober 1968 um 14 Uhr wurde von Frau Karla Schröder, Heilshorn, auf der Kreisstraße Osterholz-Scharmbeck/Hellshorn am Westausgang des Ortsteiles Buschhausen der Kreisstadt Osterholz-Scharmbeck ein Häherkuckuck tot aufgefunden. Es handelt sich um ein diesjähriges Exemplar. Der Kopf ist schwärzlich. Die Haube ist nur schwach ausgebildet und besteht aus einigen Federn. Die 3., 5. und 6. Handschwingen sind kastanienbraun. Das Präparat befindet sich jetzit im Besitze des Kreisheimatmuseums des Landkreises Osterholz in Osterholz-Scharmbeck.
Nach den vorliegenden Literaturangaben ist dies der 6. Nachweis eines Häherkuckucks in Deutschland. (1813 Lübben, 1831 Teterow, 1925 Geldern, 1951 Braunschweig, 1962 Dortmund). Paul Richter, D 286 Osterholz-Scharmbeck, Hinter dem Heidkamp 37
Singdrosseln (Turdus ericetorum) singen am Boden
Bereits im vorigen Jahr konnte ich oftmals beobachten, wie Singdrosseln auf einer Waldwiese auf Maulwurfshaufen oder auf einem erhöhten Rand eines Kuhtrittes singen. Die Beobachtungszeiten fielen immer in die Spätnachmittagsstunden, einmal auch in den Abendstunden, meist zwischen 18.00 und 20.00 Uhr.
Während einige Männchen auf der Waldwiese Regenwürmer suchten, gesellten sich drei andere Singdrosseln (vielleicht Weibchen darunter?) hinzu. Ein Männchen saß bereits schon auf einem Maulwurfshügel und begann zu singen. Das Lied hatte stets kurze Strophen und klang gequetscht. Wenig später saß auch ein anderes Männchen ebenfalls auf einem Maulwurfshaufen und sang.
Am 23. 5. 69 beobachtete ich eine singende Singdrossel, die ich vorher vergeblich auf einem Baum suchte, wie sie auf einem erhöhten Kuhtritt in einer Waldwiese ihr volles Liedchen vortrug. Beobachtungszeit: 19.15 Uhr, Dauer: ganze 15 Minuten. Die Witterung war, wie auch nach vorherigen Aufzeichnungen, mild, leicht bewölkt und windstill. S. Hoeher,D 4791 Henglarn, An der Vienenburg
Von Gebäuden umgebener Neststand der Haubenlerche (Galerida cristata)
Am 18. Mai 1966 machten mich Bewohner der Alten-Siedlung am Schlesierweg (Wolfsburg-Laagberg) auf ein Nest in einer Rasenmulde mit zwei beringungsfähigen Jung-
Der Nistplatz war allseitig von Gebäuden umgeben: im Süden von einem vierstöckigen Reihenhaus (Entfernung 25 Meter), im Osten (5 m), Norden (8 m) und Westen (5 m) jeweils von eingeschossigen Wohnhäusern. Der genaue Nestplatz ist aus der Skizze ersichtlich. Eine brauchbare Photografie war mangels Weitwinkelobjektiv nicht herstellbar.
Von ähnlichen Nestständen in unmittelbarer Gebäudenähe berichten u. a. Bruns (1963), Westerfrölke (1964) und der Verfasser (1966).
Literatur:
Bruns, H. (1963): Haubenlerche (Galerida cristata) brütet im Hausgarten. Orn. Mitt. 15, p. 114.
Scherner, E. R. (1966): Nochmals: Niststände der Haubenlerche (Galerida cristata). Ib. 18, p. 125.
Westerfrölke, P. (1964): Neststände der Haubenlerche (Galerida cristata). Ib. 16, p. 146.
Erwin R. Scherner, D 3180 Wolfsburg 6, Rabenbergstraße 64
vögeln der Haubenlerche aufmerksam.
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