Fischnetze gegen Vogelfraß
In den letzten Jahren häufen sich die Klagen über durch Vögel verursachte Fraßschäden
an Kulturpflanzen, besonders an Kirschbäumen und Rebstöcken (vgl. Vögel der Heimat,
37. Jg., S. 49 ff. und S. 125 ff.). Die meisten der herkömmlichen Abwehrmethoden
(Stäuben, Abschuß, im Winde flatternde Metallfolien, Vogelscheuchen, künstlicher
Habicht, Knallen mit Karbidapparaten oder Platzraketen, Aussenden von arteigenen
Schreckrufen über Lautsprecheranlage) zeitigten nur Teilerfolge, weil sich die Vögel ent¬
weder rasch an sie gewöhnten oder sich der zeitliche und finanzielle Aufwand als zu groß
erwies.
Die Obstverwertungs-Genossenschaft Scherzingen (Schweiz) propagiert neuerdings als
Abwehrmittel gegen Vogelfraß Fischnetze, die sie nach dreijährigen guten Erfahrungen
mit bestem Gewissen empfehlen zu dürfen glaubt.
Fischnetze gegen Vogelfraß
(aus „Vögel der Heimat" April 1967)
Material
Sehr reißfeste Nylonnetze mit zwei seitlichen Zugschnüren, imprägniert gegen Witte¬
rungseinflüsse, die — da geknüpft und gezwirnt — beliebig zugeschnitten werden kön¬
nen. Bei sorgfältiger Handhabung und mäusesicherer, luftiger Lagerung außerhalb der
Saison darf man mit einer Lebensdauer von mindestens zehn Jahren rechnen. 150 m 2
Netz wiegen bloß rund 1 Kilogramm. Standardgrößen: 8 x 50 m, 6 x 50 m, 6 x 30 m.
Maschenweite: 50 x 50 mm. Preis: ca. Fr. 43.— für 100 m ² (Sonderanfertigungen gegen
Aufpreis mit Lieferfrist).
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