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Ruprecht Düll
Naturräume:
AT: Ahrtal
BL: Bergisches Land
BT: Bergische Sandterrassen
HE: Hocheifel
HU: Hunsrück
ME: Moseleifel
MO: Moselgebiet (/-tal)
MR: Mittelrheingebiet
MW: Münstereifier Wald
NR: Niederrhein
OE: Osteifel
RB: Rheinische Bucht
VE: Vulkaneifel
VoE: Voreifel
WE: Westeifel
WW: Westerwald (hier meist Siebenge¬
birge)
MB: Meßtischblatt (topographische
Karte 1:25.000; die Zahl hinter
dem Schrägstrich bezeichnet den
Quadranten, die 2. den Viertelqua¬
dranten). Bei weniger seltenen
Arten werden nur das Land (RL
oder RP), der Naturraum (s. oben)
und die MB-Nummer (nebst Qua¬
drantenzahl) in dem das Moos
gefunden wurde, angeführt.
U. Devon = Unter-Devon (Silikatgestein, ins¬
besondere Sandstein)
M. Devon = Mitteldevon (meist als dolomiti-
siertes Kalkgestein abgelagert).
Bemerkungen zur Mooskartierung
Die Mooskartierung konnte im Gebiet der
„Nördlichen Eifel” fortgeführt werden. Dieses
umfasst eine Fläche von ca. 3500 qkm. Sie
erbrachte im Bereich der Flora „Nördliche
Eifel” (Düll 1995) bis zum Einsendeschluß
260 neue Meßtischblatt- und 950 neue Qua¬
dranten- sowie sehr viele neue Viertelquadran-
ten-Angaben. Damit liegen für das Untersu¬
chungsgebiet insgesamt 17355 Quadranten-
Angaben vor. Für eine wahrscheinlich zu Ende
nächsten Jahres zur Veröffentlichung reife
Neuauflage wurde das Beobachtungsgebiet auf
das gesamte Rheinland bis zum Gebirgsrand
bei Aachen, einschließlich aller 52-er und 53-er
Meßtischblätter sowie incl. der 10-er und aller
03-er Randblätter ausgeweitet.
Artenzahlen sind für den versierten Kartie¬
ren, bei Berücksichtigung der betreffenden
Umweltverhältnisse, wichtige Gradmesser für
die Qualität der Kartierung, Sie geben Aus¬
kunft, ob weitere Kartierung nötig ist oder
nicht, ersparen also Doppelarbeit, falls die
Moossuche nicht nur dem reinen Vergnügen
dienen soll.
Die besten Artenzahlen haben im Gebiet
„Nördliche Eifel” die 10 MB’s 5507, 5706
und 5407. Natürliche Kalkvorkommen fehlen
nur in 5407 und 5507, dafür gibt es aber klein-
flächige Lößvorkommen. Im übrigen scheinen
höhere Artenzahlen vor allem aus besonders
intensiver Kartierung zu resultieren - das trifft
vor allem für die 3 reichsten Blätter zu -,
wie auch vom Grad der Reliefenergie (u.a.
bedingt durch bereichernde Nord- bzw. Südla¬
gen) und der Höhe der Niederschläge abhängig
zu sein. Weitgehend ebene, von der Landwirt¬
schaft dominierte und waldarme, wie auch
trockenwarme Bereiche (z.B. im Mosel-Eifel-
und im Mittelrhein-Gebiet) erscheinen über¬
haupt nicht bei den Grundfeldern mit Super¬
zahlen.
Hier die besten 12 Meßtischblätter mit über
250 rezenten Arten (vorangestellt sind die in
den betreffenden Karten vorliegenden Natur¬
räume (falls nur kleinflächig vertreten, in
Klammern): m
OE, AT, (VE)
5507
337 A.(+5)
OE, HE
5706
303 A. (+ 14)
MW, OE, AT, RB
5407
300 A. (+21)
OE, AT
5606
294 (+2)
OE, VE, AT
5506
291
WE, OE
5605
287 (+ 4)
WE, OE
5705
283 (+ 27)
OE, WE
5405
282 (+ 14)
OE, MW, RB
5406
281(+16)
WE, OE
5505
265(+2)
AT, VE, RB
5408
260(+15)
OE, HE
5805
258 (+2)
Meßtischblätter mit über 300 Arten sind
sonst vor allem aus den höheren Mittelgebirgen
(Rhön, Schwarzwald) sowie aus dem Alpenbe¬
reich bekannt. Nur in 4 MB’s wurden weniger
als 200 Arten gefunden (Minimum bei 184
Arten je Blatt).
Im folgenden die besten 10 (von 14 über
200) vorliegenden Quadranten:
HE, OE -
mit Kalkvorkommen
5706/3
269 (+9)
OE, AT, (VE)
5507/3
263
OE, (VE, AT)
5507/1
263
OE, AT
5507/2
250(+8)