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welche nöthig sind, um bei Unkundigen eine Ver¬
wechselung des Vogels zu verhindern.
In manchen neuern Werken gehen diese Citate so
weit, dass Alles aufgeführt wird, wo der Name des
Gegenstandes überhaupt nur erwähnt ist, gleichgültig,
ob diese Erwähnung überhaupt für irgend Jemand einen
Werth haben kann. Die nothwendige Folge ist nun,
dass der Raum so unverhältnissmässig mit Synonymen
gefüllt wird, dass der Text dagegen ganz verschwindet.
Wohin eine solche Consequenz mit der Zeit führen wird,
lässt sich leicht begreifen.
Wenn nun über das vorliegende Werk einige Wünsche
ausgesprochen sind, so mögen dieselben das grosse In-
tei'esse bezeugen, welches jeder Naturfreund für dasselbe
hegen musB und welches naturgemäss dahin geht, dem¬
selben eine immer grössere Vorzüglichkeit zu wünschen.
E. F. v. Homeyee.
Zoolyrisclie Ergüsse. Ein Album zwei-,
vier- und mehriüssigcr Dichtungen von
Richard Schniidt-Cabanis.
Mit 31 Illustrationen von Gustav Mützel.
Berlin, Denicke, 1876.
Wie Scheffel in seinem Gaudeamus Geologisches
und Culturhistorisches in prächtigen Versen besungen
hat, so versucht in ähnlicher Weise der Verfasser des
vorliegenden Buches, der als geistreicher Humorist
weithin bekannt ist, uns Schilderungen aus der Thier¬
welt mit reimgewandter Feder vorzuführen. Wie er
uns in seinem Vorgesange mittheilt, ist er durch .-die
RaQenlehro von Darwin auf das Studium der „Vrefi-
lologie" geführt worden und schildert uns nun die Er¬
gebnisse seiner Forschungen, schildert uns Lust und
Leid, Liebe und Leben der beobachteten Geschöpfe.
Neben einem verliebten Stint finden wir einen der Phi¬
losophie des Unbewussten huldigenden Maulwurf, neben
der köstlichen Selbstbiographie eines alten Pelikans
eine „düstere Aquariade von der angeknabberten
Klapperschlange". Ein alter vom Rheuma gequälter
Eisbär wartet auf einen Nordpolfahrer, um denselben
zum Whist zu pressen, eine junge Tigermutter brummt
ihren zarten Sprüsslingen ein allerliebstes Wiegenlied¬
chen vor. Der Dichter hat es verstanden, uns für die
von ihm geschilderten Geschöpfe Interesse einzuflössen.
Bald geschieht es durch ausgelassensten Humor, der
zum herzlichen Lachen zwingt, bald durch eine elegische
Schilderung; oft birgt sich hinter dem harmlos heiteren
Scherz scharfe satyrische Anspielung auf menschliche
Schwächen. Die mit vielem Geschick und Humor von
Herrn Gustav Mützel erfundenen und gezeichneten
Illustrationen unterstützen den Dichter auf das Wirk¬
samste in seinen Bestrebungen. Die Schönheit der Ar¬
beiten des genannten Künstlers ist so allgemein bekannt
und hat schon oft von competenter Seite so beifällige
Heurtheilung erfahren, dass ich es für überflüssig halte,
hier noch einmal auf die Zeichnungen zurückzukommen,
um so mehr, als ich doch nur mein laienhaftes Urtheil
für sie in die Waagschaalo werfen könnte. Prächtig
gezeichnet und sauber geschnitten, sind die Illustrationen
Prachtstücke ihrer Art; es gilt dies vornehmlich von
der Tigermutter und ihren Sprösslingen, sowie von der
Abbildung zu „Rhinocerösleins Frühlingslied". Diese
wenigen Andeutungen über den Inhalt des Buches mögen
genügen. Wer mehr wissen will, lese selbst. Niemand
wird es bereuen, sich mit dem sauber und schön aus¬
gestatteten Bande genauer bekannt gemacht zu haben.
H. Schalow.
Winke zum Schutze und zur Hegung der nütz¬
lichen Vügel. Von Victor Ritter
v. Tschusi-Schinidhofcn.
Nebst einem Anhange, enthaltend das Vogelschutz-
Gesetz für Salzburg, herausgegeben vom „Verein für
Vogelkunde und Vogelschutz" in Salzburg.
Mitthcilungen des Ornithoiogischcn Vereins
in Wien No. 3 und 4.
Enthalten Berichte über die Sitzungen des Vereins
im Juni und October 1876. Ferner selbständige Auf¬
sätze : „R e i s e b e r i c h t" und „T h a t s ä c h 1 i c h e s ü b e r
die Verminderung der Vögel" von E. Hodek.
Briefkasten der Redaktion.
Hrn. Dr. A. G. in St. G.: Mit bestem Danke erhalten,
das Blatt wird Ihnen regelmässig zugehen. Ihre fernere
Betlieiligung ist uns sehr willkommen. — Hrn. M. in
Kr. b, B.: Die Rubrik „Tausch- und Kauf-Verkehr" steht
gegen die festgesetzten Gebühren Jedem zur Benutzung
frei. Pi'eisvergünstigungen kommen ohne besondere
Vereinbarung nur Mitgliedern d. Allg. D. Ornith. Ge¬
sellschaft zu. — Hrn. A. v. P. in W.: No. 1. und 2 der
Mittheilungen des W. Vereins sind uns nicht zugegangen.
Tausch- und Kauf-Verkehr.
Durch den Unterzeichneten sind ,,Bälge surina¬
mischer Vögel" zu beziehen. Preisverzeichnisse
stehen zu Diensten. H. B. Mocschlcr.
[11] Kro n Fö rstehen b. Bautzen (Sachsen).
Adolf Krichcldorff,
Berlin S., Prinzessinnen-Str. 26,
Naturalien -Handlung,
empfiehlt sein l-cichhaltiges Lager von Macro- und
Micro-Lopidopteren,Coleopteren, Conchylien, Vogelbälgen,
Nestern, Eiern etc.; besonders die auf den zweimaligen
Reisen nach Lappland selbst gesammelten Insecten. Auch
offerire Torfplatten. Ebenso halte Insectennadeln in allen
Stärken, schwarz und weiss, vorräthig. Schulsammlungen
werden zu jedem Preis wissenschaftlich geordnet gelie¬
fert. Preislisten gratis und franco. [13]
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selbst gezüchtete als auch Harzer feine Sänger. Post¬
versandt unter Garantie Kastenkälige für genannte
Säuger. Tinctur gegen thierischo Parasiten. Preis-
Courants franco. [121 R. KASPER, Breslau.
Reduotion und Expedition; Berlin S., Brandenburg-Straase ti4. Verleger: L, A. Kittler in Leipssig.
Dnu-k: (i. pnu'iohe Buoltdruckerui (Otto Uuutiiul) in Naumburg «,s.