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sylvatica Kl. r, Lathyrus vernus r, Dryopteris filix-mas r, Hepatica nobüis r, Monotropa hypopbegea r,
Epipactis helleborine r, Hieracium sylvaticum r.
Bodenschicht (1%): Moose (auf Steinen und Stümpfen) 1, Pilze (Lycoperdonpyriforme) r.
Obwohl sich ganz unten am Hangfuß Eichen und Hainbuchen sowie Kräuter und Gräser
des Waldlabkraut-Eichen-Hainbuchenwaldes (Galio-Carpinetum) mehren, kann man
hier noch nicht von einem Eichen-Hainbuchenwald sprechen, weil die Arten des Buchen¬
waldes weit überwiegen. In diesen Wald hat man mehrere nicht einheimische Nadelhölzer ein¬
gebracht. Streckenweise herrschen diese sogar vor.
Im Gegensatz zum nachfolgend beschriebenen Wald stockt der Platterbsen-Buchenwald
auf nicht ganz so steilen Hängen, also dort, wo sich mehr Feinerde ansammelt.
Oberhalb des Platterbsen-Buchenwaldes bedeckt eine nur dürftige Krautschicht den Wald¬
boden. Daher erscheint dieser unter den Buchen fast kahl. Diese Vegetationsarmut zeichnet
bekanntlich den Orchideen-Buchenwald (Cephalanthero-Fagetum (Lohm. 1953) Oberd.
1957) aus. Die auch von Seibert (1968) und Künne (1969) verwendete Bezeichnung „Orchi¬
deen-Buchenwald" ist zwar jünger, scheint mir aber treffender als der Name „Seggen-Buchen¬
wald" (Carici-Fagetum Moor 1952) zu sein. Denn die bezeichnenden Orchideen (Cepha-
lanthera damasonium und Neottia nidus-avis) sind in den Kalk-Buchenwäldern Nordwest¬
deutschlands weiter verbreitet als die ebenso charakteristischen Seggen {Carex montana und
C. digitata). Zudem wird gerade dort, wo die beiden genannten Seggen fehlen, die im Walde
nicht gerade seltene Waldsegge (Carex sylvatica) - allerdings nur von Anfängern - für die
Charakterart gehalten.
In der Buchleite (Westteil des NSG), ca. 1,3 km westlich von Prunn. 20. 8.75. ca. 200 qm. 420 m ü. d.
M. Expos. N zu E 32°. Hochwald. Buchen etwa 22 m hoch, ca. 70 Jahre alt. Auf frischem, schwarzem,
von weißen Kalksteinen durchsetztem Boden:
Baumschicht (95%): Fagus sylvatica 5.
Strauchschicht (unter 1 %): Fagus sylvatica +, Daphne mezerum r.
Krautschicht (unter 1%): Cephalanthera damasonium +, Mercurialis perennis +, Mycelis muralis +,
Fagus sylvatica Kl. +, Hepatica nobüis +, Carex montana +, Hieracium sylvaticum +, Viola reichen-
bachiana r, Monotropa hypopbegea r, Anemone nemorosa r, Lamiastrum galeobdolon r, Neottia nidus-
avis r, Campanula tracbelium r, Scrophularia nodosa r.
Bodenschicht (1 %): Moose (auf Steinen und Stümpfen) 1, Flechten (auf Stümpfen) r.
Wo im Bereich des Orchideen-Buchenwaldes größere und steile Kalkklippen emporragen,
erscheinen zwei andere Waldassoziationen, der Eiben-Steilhang-Buchenwald und der
Schluchtwald. Für unseren Eiben-Steilhang-Buchenwald (Taxo-Fagtum Etter 1947) trifft
die Schilderung Ellenbergs (1963) völlig zu, daß dieser Wald, der dem Orchideen- (und
Blaugras)-Buchenwald floristisch und ökologisch nahesteht, physiognomisch einen völlig
anderen Eindruck macht. „Unter dem mehr oder minder geschlossenen Schirm der Buchen
bildet nämlich im Taxo-Fagetum die Eibe eine zweite, düstere Baumschicht". Künne
(1969) stellt in seiner schönen Arbeit die Eibenbestände der Fränkischen Alb allerdings zum
Lathyro-Fagetum.
Im östlichen Teil des Schutzgebiets, ca. 100 m westsüdwestlich der „Steinzeithöhle" und 300 m süd¬
südwestlich der Schleuse Pillhausen. 17. 8.75. ca. 200 qm. 460 m ü. d. M. Expos. N 43°. Hochwald. Buchen
ca. 20 m hoch, ca. 50 Jahre alt, z.T. „säbelbeinig". Eiben bis 10 m hoch. Auf etwa 3 cm Laubstreu über
trockenem, schwarzbraunem, steinigem Boden zwischen hervorschauenden Kalkklippen.
Obere Baumschicht (80 %): Fagus sylvatica 4, Picea abies 1.
Untere Baumschicht (5%): Taxus baccatal.
Strauchschicht (unter 1 %): Fagus sylvatica r, Fraxinus excelsior r.
Krautschicht (2%): Acer pseudoplatanus Kl. 4-, Mercurialis perennis 4-, Oxalis acetosella +,
Cystopteris fragilis r, Lamiastrum galeobdolon r, Geranium robertianum r, Dryopteris filix-mas r,
Mycelis muralis r.
B o d e ns c h i ch t (2 %) : Moose (auf Steinen) 1, Flechten (auf Steinen) r.
Der Eiben-Steilhang-Buchenwald wächst auch in der „Klamm" im selben Naturschutz¬
gebiet.
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